Messe Düsseldorf entwickelt mit Partnern Strategiekonzept „MEDICA 2015“

Juni 18, 2009

medica_logo_4cDas Gesundheitswesen befindet sich weltweit in einem tief greifenden Umstrukturierungsprozess. Daraus ergeben sich für die Medizintechnik-Industrie neue Herausforderungen hinsichtlich der Vermarktung ihrer Produkte. Um auch zukünftig die Hersteller von medizintechnischen Systemen und Lösungen optimal bei der Umsetzung ihrer Marktbearbeitungsstrategien unterstützen zu können, hat die Messe Düsseldorf als Organisator der MEDICA von der Unternehmensberatung Droege & Comp. die Studie „MEDICA 2015“ erarbeiten lassen.

Droege & Comp. arbeitet seit vielen Jahren als Beratungsunternehmen im Gesundheitssektor und ist dabei auch Kooperationspartner der Industrieverbände BVMed, SPECTARIS und ZVEI.

Die Studie „MEDICA 2015“ hat die Megatrends erfasst, die die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren stark beeinflussen werden: Steigende Morbidität basierend auf der erhöhten Lebenserwartung in Verbindung mit weltweitem Bevölkerungswachstum, zunehmendes Gesundheitsbewusstsein, stärkere Globalisierung des Gesundheitsmarktes, Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie entsprechender Auflagen, Weiterentwicklungen neuer Technologien, zunehmende Bedeutung von E-Health, stärkerer Ausbau des privaten Gesundheitssektors und erhöhter Effizienzdruck im Gesundheitswesen.

„Die Ergebnisse der Studie tragen dazu bei, die MEDICA auch künftig in ihrer Rolle als fachübergreifende Plattform der Gesundheitswirtschaft zu stärken und ihren Status als Weltleitmesse zu sichern“, erklärt Wilhelm Niedergöker, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.

Das Konzept sieht eine konsequente Fokussierung der MEDICA auf innovative Produkte und Dienstleistungen vor. Globale Aspekte werden dabei ebenso Berücksichtigung finden wie speziell die europäischen Dimensionen etwa hinsichtlich einer voranschreitenden Harmonisierung von Versorgungsprozessen innerhalb der Europäischen Union.

Ebenfalls geplant ist eine Ausweitung des internationalen Seminarprogramms des MEDICA Kongresses.

Jochen Franke ist neuer Vorsitzender des MEDICA-Beirates

Die Umsetzung des auf der Studie basierenden Strategiekonzeptes „MEDICA 2015“ wird in enger Abstimmung mit dem MEDICA-Messebeirat erfolgen, der sich in seiner ersten Sitzung im Jahr 2009 neu konstituiert hat. Den Vorsitz übernommen hat Jochen Franke, Geschäftsführer der Philips GmbH, Unternehmensbereich Healthcare. Die stellvertretenden Vorsitzenden sind Michael Koller, geschäftsführender Gesellschafter der Münchner Medizin Mechanik GmbH, sowie Prof. Dr. Werner A. Scherbaum, Präsident der MEDICA – Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin e. V.. „Der Beirat hat sich zum Ziel gesetzt, das Konzept MEDICA 2015 zum Erfolg zu führen. Durch die Abdeckung verschiedenster Kernkompetenzen innerhalb des Beirats ist gewährleistet, dass allen Aspekten des sich verändernden Gesundheitsmarktes Rechnung getragen wird“, so Jochen Franke.

Hier geht es zur MEDICA 2009 – 18.-21.  November.


„Zehnjähriges“ der Netzwerke

Juni 9, 2009

Experten vernetzen, Patienten informieren und Forschungsergebnisse schneller in die Praxis bringen ­- mit diesen Zielen schließen sich seit 1999 Wissenschaftler, Ärzte und Patientenorganisationen in medizinischen Kompetenznetzen zusammen. In jenem Jahr wurden die ersten neun deutschen Kompetenznetze und die Dachorganisation TMF (Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze e. V.) gegründet. Die Netzwerke feiern ihr zehnjähriges Jubiläum am 11. Juni in Berlin mit einer Festveranstaltung und geben einen Ausblick auf die Zukunft.

Veranstaltungsort: dbb forum berlin, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin; Zeit: 11. Juni 2009, ab 11.00 Uhr – http://www.tmf-ev.de.


Rund um die Bildgebung

Juni 4, 2009

Die KIS-RIS-PACS-Tagung und das DICOM-Treffen finden am 3. und 4. Juli in Mainz statt. Die Themen RIS und PACS werden wieder ergänzt mit aktuellen Beiträgen zu allgemeinen Entwicklungen der IT, die auch zunehmend Auswirkungen auf RIS und PACS haben. Die Bedeutung der IT für die Unterstützung von Forschung und Lehre sowie die Aspekte zur übergreifenden Vernetzung bilden einen weiteren Schwerpunkt. Aussagestarke Vorträge, engagierte Diskussionen und eine attraktive Tagungsatmosphäre kennzeichnen die Veranstaltung. Das Treffen wird ergänzt durch einen Hands-on-Workshop zum Thema Fallsammlung sowie – am 2. Juli ab 18 Uhr als Auftaktveranstaltung – durch die medlounge rhein-main: „Wie viel Vernetzung braucht das Gesundheitswesen?“.

Anmeldung unter Dicom.Mainz@web.de.


Werden Betreiber zu Herstellern?

Juni 2, 2009
Organisatoren und herausragende Referenten des Symposiums

Organisatoren und herausragende Referenten des Symposiums

VDE-Symposium – IT-Vernetzung von Medizinsystemen

Die informationstechnische Vernetzung medizinischer Geräte und Systeme nimmt zu. Die Inhalte der in der EU harmonisierten internationalen Normen zum Risikomanagement (ISO 14971), zur Gebrauchsergonomie („Usability“ – IEC 62366) und Software (IEC 62304) wirken sich künftig bei der Systemintergration von Medizinprodukten (IEC 80001) auch für Betreiber aus. Diese beiden Einflussfaktoren führen zu weitreichenden Veränderungen in den Rahmenbedingungen von Krankenhäusern: War bislang der Hersteller eines Einzelgerätes im Gesamtsystem von Medizintechnik und IT für den störungsfreien Betrieb und die Interoperabilität im Prozess verantwortlich, so wird künftig der Betreiber des Gesamtsystems in die Pflicht genommen – also der Leistungserbringer. In dieser Ausgabe lesen Sie mehrere Artikel zu dieser aktuellen Herausforderung; der vorliegende Artikel fasst eine zweisprachige Veranstaltung des VDE-Institutes, Offenbach, und der Beratungsfirma Prosystem, Hamburg, Ende März in Frankfurt/Main zusammen.

Dies ist die Historie vernetzter Medizingeräte: „In Krankenhäusern existierten zwei physikalisch getrennte Netzwerk-Welten: Medizingeräte-Netzwerke etwa für Monitoring und Radiologie sowie Krankenhaus IT-Netzwerke insbesondere für die Verwaltung“, so Gerhard Weller von Siemens. Seine Liste charakteristischer Kriterien liest sich wie folgt: „Medizingeräte-Netzwerke wurden von Medizingeräteherstellern spezifiziert, geliefert, gewartet; sie waren den Qualitätsmaßnahmen der Medizingerätehersteller unterworfen; zur Verbindung der Medizingeräte ausgelegt, technisch unkompliziert; nicht für andere Geräte oder Netzwerke zugänglich; keinen ungeplanten Veränderungen ausgesetzt; sicher und zuverlässig im Betrieb; preiswert in Anschaffung und Betrieb; langjährig beschaffbar sowie beim Betreiber in der fachkundigen Verantwortung der Medizintechnik“. Heute, so der Experte weiter, verlieren physikalisch getrennte Medizingeräte-Netzwerke an Bedeutung; die Geräte werden zunehmend über allgemeine IT vernetzt. Patientenakten, KIS und das Postulat orts- und zeitunabhängiger Verfügbarkeit von Patienteninformationen fördern dies. Anwenderanforderungen, regulierte Medizingeräte und nicht regulierte IT-Geräte – Produktgruppen mit unterschiedlichen Sicherheitskonzepten – müssen unter einem Dach zusammengeführt werden. Die Zuständigkeit für die Vernetzung liegt bei der EDV-Abteilung – wer verantwortet die Medizingeräte?

Hin zur Eigenverantwortung

Betreiber von Krankenhäusern, so der Tenor der beiden Veranstaltungstage, tragen nach Umsetzung der Richtlinie 2007/47/EG im nächsten Jahr die Verantwortung für Planung, Verifikation, Validierung, Prüfung, Zertifizierung, Betrieb, Dokumentation und kontinuierliche Überprüfung ihrer Netzwerke, in die sie eigenständig Medizinprodukte einbinden. Dafür müssen sie entsprechend qualifiziertes Personal und geeignete Qualitäts- und Risikomanagementsysteme vorhalten. Krankenhausverantwortliche sollten deshalb verstärkt ihre Position in den Normierungsgremien einbringen; zum Zweck eines Dialogs mit Herstellern und Normierungsexperten hatten die Veranstalter international renommierte Referenten nach Frankfurt geholt. Hersteller wie Dräger, Medtronic, Philips und Siemens waren ebenso vertreten wie Normierungsexperten, Benannte Stellen, Berater sowie Leistungserbringer aus Erlangen und Heidelberg.

Zur künftigen Norm IEC 80001-1

„Werden Medizingeräte in IT-Netzwerke eingebunden, müssen die Sicherheitsanforderungen, die der Gesetzgeber für Medizinprodukte erlassen hat, auf den ‚zuverlässigen Betrieb im Netz’ übertragen werden“, beschrieb Michael Bothe vom VDE-Institut die Problemstellung. „Werden in einem System Produkte mehrerer Hersteller verwendet [was üblicherweise der Fall ist], so bietet die neue Norm IEC 80001 einen Risikomanagement-Ansatz, um die Zusammenarbeit der Parteien, die an der Integration der Geräte in dieses Netzwerk beteiligt sind, unter Federführung des Betreibers sicherheits- und vertragskonform zu regeln“. Die Norm enthält Vorschläge für Zuständigkeitsvereinbarungen, mit denen Inbetriebnahme, Anwendung, Neukonfigurierung und Außerbetriebnahme von IT-Netzwerken über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu regeln sind. Der Schwerpunkt der IEC 80001-1, so Oliver Christ von Prosystem, „liegt auf Sicherheit, Leistungsfähigkeit, Datenschutz und Interoperabilität“; mit der Veröffentlichung als Norm ist Ende 2010 zu rechnen.

Krankenhäuser in den Dialog integrieren

In einem Panel, das der IT-Anbieter Oracle sponserte, diskutierten Expertenanwender aus Heidelberg und Mannheim, Vertreter von IT- und Medizintechnikunternehmen sowie aus dem Bereich Regulierung und Berater darüber, welche Konsequenzen sich aus den veränderten Rahmenbedingungen ergeben und wie sich Leistungserbringer heute auf die Veränderungen vorbereiten können. So beschrieb CIO Prof. Dr. Björn Bergh, wie das Heidelberger Uniklinikum eine Trennung von Medizintechnik- und IT-Netz realisiert, um Schwierigkeiten etwa bei der Datensicherheit zu vermeiden – ist also der Weg zurück in die getrennten Welten der richtige Ansatz?

Weitere Veranstaltungen zur Wissensvermittlung und Stärkung des Dialogs sind laut Bothe und Christ in Vorbereitung.

Lunch Panel: Expertenanwender diskutierten mit Vertretern von IT-, Medizintechnik- und Beratungsunternehmen sowie Regulierungseinrichtungen (Fotos: MR)

Lunch Panel: Expertenanwender diskutierten mit Vertretern von IT-, Medizintechnik- und Beratungsunternehmen sowie Regulierungseinrichtungen (Fotos: MR)


Interdisziplinär und praxisbezogen – Röntgenkongress 2009

Juni 2, 2009
Neuer Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft ist Prof. Dr. Gerhard Adam

Neuer Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft ist Prof. Dr. Gerhard Adam

Es war ein „first“ in der Geschichte des Deutschen Röntgenkongresses: Die Deutschen Röntgengesellschaft gestaltete das Programm gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft. Diese Zusammenarbeit setzt ein Zeichen für die Bedeutung der Radiologie für die Onkologie – „Radiologen begleiten Krebspatienten oft über Jahre hinweg und liefern fortwährend wichtige Informationen für den Behandlungsprozess“, so Kongresspräsident Prof. Dr. Claus Claussen. Interdisziplinärer Austausch prägt zum einen die Radiologie seit ihrem Bestehen; zum anderen ist er ausschlaggebend für Outcome und Wirtschaftlichkeit in der Onkologie, der aufgrund höherer Lebenserwartung und veränderter Lebensbedingungen eine weiter wachsende Bedeutung zukommt.

Mehr als 7.000 Teilnehmer, darunter fast 4.000 Ärzte und Medizinphysiker, kamen im Mai nach Berlin. Der Kongress mit seinen Angeboten zur Fort- und Weiterbildung sowie die Forschungsvorträge, ebenso wie das Industrieforum mit seinen 130 Ausstellern, erhielten somit wieder einen beachtlichen Zuspruch. Die Deutsche Röntgengesellschaft führt diese Resonanz auf die „ausgezeichnete Qualität von Vorträgen und Präsentationen sowie die professionelle Organisation“ zurück.

Ein breites Spektrum rund um bildgebende Diagnostik und minimal-invasive Therapieverfahren, einschließlich Neuroradiologie und Kinderradiologie, stand auf dem Programm. Einen Themenschwerpunkt bildeten die Onkologie und onkologische Diagnostik.

Neuer Präsident

Zum Präsidenten der Deutschen Röntgengesellschaft wurde für die anstehende Amtsperiode Prof. Dr. Gerhard Adam gewählt. Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf löst Prof. Dr. Michael Laniado (Dresden) ab, der der Deutschen Röntgengesellschaft von 2007 bis 2009 vorstand. Die Amtszeit von Professor Adam läuft bis 2011.

Preisverleihungen

Die Veranstaltung bot wieder den Rahmen für eine Reihe von Ehrungen. Der Röntgenpreis ist die wohl renommierteste – mit 10.000 € dotierte – Auszeichnung; mit ihr würdigt alljährlich die Deutsche Röntgengesellschaft Radiologen, die sich in besonderer Weise um die bildgebende Medizin verdient machen. In diesem Jahr ging sie an Dr. Marc Dewey; der Berliner Radiologe wurde für seine Arbeiten zur Diagnose der koronaren Herzerkrankung (KHK) ausgezeichnet. Sie zählt zu den häufigsten und gefährlichsten Zivilisationskrankheiten; Dr. Dewey konnte nachweisen, dass die schonende und nichtinvasive CT der Untersuchung mit dem Herzkatheter oftmals ebenbürtig ist. „In Deutschland werden jährlich rund 700.000 Eingriffe mit dem Herzkatheter durchgeführt, die meisten nur zur diagnostischen Zwecken. Unsere Studien haben gezeigt, dass wir auf den CT-Bildern behandlungswürdige Gefäßverengungen mit der gleichen Genauigkeit erkennen können wie mithilfe des Herzkatheters – einem nicht risikofreien, invasiven Eingriff“, erklärte der Experte aus der Charité. Auch die Patientenzufriedenheit erhöht sich nach Auskunft des Preisträgers: „Wir befragten Patienten, die sich sowohl einer Katheterisierung als auch einer CT-Untersuchung unterzogen hatten. Drei viertel bevorzugen demnach die schmerzfreie CT-Diagnostik.“

Dr. Dewey sieht den Preis als Ansporn für weitere Forschungen: „Ein großes Zukunftsfeld ist die Herzdiagnostik mithilfe von MRT. Hier sind noch viele medizinische und technische Möglichkeiten zu entdecken und zu entwickeln.“

Aus der Industrieausstellung

Carestream Health: Als Neuheit kündigte der Anbieter eine flexible DR-Suite an, mit voller Kompatibilität zum kabellosen DRX-1. Das DRX-Evolution System vereint den ersten kassettengroßen kabellosen DR-Detektor – ab Juni in Deutschland verfügbar – mit der Funktionalität des Kodak DirectView DR 7500-Systems. Diese Kombination ermöglicht einen modularen Übergang zu einem Röntgenraum mit einem oder zwei Detektoren. Eine weitere Verbesserung des Workflows bietet die SuperPACS-Architektur. Damit ist die standortübergreifende und herstellerunabhängige Kommunikation und Befundung möglich: PACS-Lösungen verschiedener Hersteller können miteinander synchronisiert, die vorhandene Infrastruktur kann über mehrere Standorte genutzt werden. Anwender haben Zugriff auf eine umfassende Arbeitsliste, unabhängig davon, wo im Netzwerk sich der Standort oder die Daten befinden. Die Architektur wird ab Jahresmitte verfügbar sein. – „Um Patientenkomfort, Produktivität und diagnostische Genauigkeit“, so Todd Minnigh, Worldwide Director of Marketing, Digital X-Ray in Berlin, „dreht sich die Produktentwicklung auf diesem Gebiet“. Die Einflussfaktoren, die in der Radiologie prägend wirken, sind in allen entwickelten Ländern dieselben; Modalitäten und IT-Lösungen müssen den Ärzten erlauben, ihre Aufgaben rund um die Patientenbehandlung rascher und effizienter zu verrichten.“

Eizo: Seine hochpräzisen Monitore für die Befundung und Betrachtung präsentierte der japanische Hersteller, darunter jüngste Produktentwicklungen. Highlights waren das 56“-Bildsystem LX560W für OP-Räume und der 3-Megapixel-Farbmonitor RX320 für die Befundung. Der LX560W stellt mit acht Megapixeln sowohl farbige als auch monochrome Aufnahmen in fast beliebiger Anordnung und Größe dar. Durch die Flexibilität in der Anordnung der Bilder und bei den Bildgrößen gewinnt der operierende Arzt eine optimale Bildgebung. Die Bildwiedergabe mit einer nativen Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln eignet sich bestens für die Anwendung im vaskulären Einsatzfeld. Herzstück dieses Monitors ist sein digitales Video-Verteilersystem LMM 56800: Es sammelt Eingangssignale von bis zu 27 unterschiedlichen Videoquellen, arrangiert diese Informationen je nach Aufgabenstellung und überträgt das zusammengestellte Bild auf den Schirm.

Fujifilm: Als Highlight im Bereich Gesundheitsvorsorge für Frauen präsentiert Fujifilm mit Amulet sein erstes digitales DR-System für die Mammographie. Aufgebaut aus zwei Schichten amorphen Selens (a-Se), DR-Detektor-Technologie und einer innovativen direkten Konvertierungsmethode bietet das System eine hohe Bildqualität, während zeitgleich die Dosis verringert und die Effizienz der Arbeitsabläufe verbessert werden können. Mit 50μm in der Direkt-Konvertierung bietet dieses System für Mammo-DR die weltweit kleinste Auflösung (Stand 12/2008), was sowohl zu einer hohen Bildschärfe als auch zu verringertem Rauschen führt. – Die Synapse Breast Imaging Diagnostic Workstation (BIDW) wurde speziell als Ergänzung für DR und CR für Mammographie-Produkte von Fujifilm entwickelt und bietet verbesserte Workstation-Möglichkeiten für Einrichtungen, die PACS-Lösungen anderer Hersteller benutzen. Mit der vollständigen Funktionalität von Synapse PACS versehen, wurde diese neue Arbeitsstation dazu entwickelt, ein vorhandenes System zu ergänzen; hiermit reagiert das Unternehmen auf die Nachfrage nach klinischen und betrieblich effizienten Systemen und ermöglicht neue Mammographieverfahren.

NEC: Am Stand seines Vertriebspartners BW Plus stellte das Unternehmen die aktuellen Displays für den Medizinbereich vor. Schwerpunkte waren die Farbdisplays NEC MD304MC und NEC MD212MC sowie das neue Graustufen-Display NEC MD213MG, das in Berlin erstmalig präsentiert wurde. Die Befundbildschirme nach DIN V-6868-57 garantieren eine exakte Darstellung und präzise Bildwiedergabe sowie das Anzeigen selbst feinster Details.

Philips: Ein Forscher-Team aus dem Unternehmen stellte erstmals die neuesten Entwicklungsfortschritte auf dem Gebiet des nicht-invasiven therapeutisch angewandten Ultraschalls vor. Die kombinierte Methode aus MRT und fokussiertem Ultraschall wird auch „Magnetic Resonance imaging-guided High Intensity Focused Ultrasound“, kurz MR-HIFU genannt. Das Besondere an dieser nicht-invasiven Operationsmethode: Sie kommt ohne Verletzungen der Haut aus, wirkt ausschließlich im Körperinneren, und in der Regel können die Patienten am Folgetag bereits wieder ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen.

Die HIFU-Einheit ist in die Tischplatte eines Magnetresonanz-Tomographen integriert. Durch eine spezielle Anordnung der Ultraschall-Quellen durchdringt der Schall die Haut des Patienten, ohne sie zu beschädigen; erst in der Tiefe entwickelt er durch seine Bündelung die Wirkung. Dort erwärmt sich das Gewebe im Zielgebiet bis auf 70 Grad und stirbt ab. Die ständige Echtzeit-Bildkontrolle mittels Magnetresonanztomographie bietet dem Behandler dabei eine wichtige Kontrolle über den Therapieverlauf und ihren Erfolg. Für den Patienten ist die ca. zwei Stunden dauernde Prozedur vollkommen schmerzfrei.

Bisher wurde von Philips Healthcare ein MR-HIFU Gerät zur Behandlung von Uterusmyomen entwickelt. Dieses befindet sich derzeitig in der klinischen Erprobung. „Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend“, berichtete Thomas Andreae, Direktor MR Marketing Emerging Systems & Therapy für Philips Healthcare. „Die HIFU-Therapie ist für die Patientinnen viel weniger belastend und deutlich risikoärmer als die heute bei Uterusmyomen übliche Kleinst-Operation oder eine Entfernung der Gebärmutter als Ganzes.“

Jetzt gilt es, das Anwendungsspektrum auf andere Krankheitsbilder zu erweitern. Es zeichnet sich bereits ab, dass künftig auch komplexere Eingriffe denkbar sind, z. B. das Behandeln bösartiger Tumore wie Mamma- oder Prostata-Karzinome. Die Philips-Forschung hat in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Chrit Moonen, Universität Bordeaux, für dieses wichtige klinische Einsatzgebiet bereits weiterführende und vielversprechende Technologien entwickelt. Zum einen kann mit diesen Lösungen eine absolut homogene Temperaturverteilung erreicht werden, die für das vollständige Abtöten von Tumorgewebe zwingend nötig ist, und zum anderen muss die HIFU-Einheit die Fähigkeit besitzen, auch große Areale zu erreichen.

Siemens: Mit der neuen Applikation Syngo iFlow lässt sich erstmals, so Unternehmenssprecher, eine komplette digitale Subtraktionsangiographie (DSA) in einem einzigen Farbbild darstellen. Um zu visualisieren, wie sich Kontrastmittel innerhalb der Gefäße ausbreitet, konnte bisher mit Hilfe mehrerer Röntgenbilder lediglich eine Schwarz-Weiß-Filmsequenz erzeugt werden. Nun zeigen die unterschiedlichen Farben in dem Syngo-iFlow-Bild an, in welchen Gefäßen das Kontrastmittel zuerst ankommt und wo zuletzt.

Die Applikation verbessert beispielsweise die prä- und postprozedurale Bildgebung bei Patienten, die wegen einer Stenose am Bein behandelt werden: Hier sind vor dem Eingriff Flussabweichungen des Blutes in die Kollateralgefäße leichter festzustellen, da die Anomalie dem Arzt dank der speziellen Farbe schneller auffällt. Nach dem Eingriff wird der Erfolg einer Ballondilatation oder Stent-Implantation sofort sichtbar, da entsprechende Farben den verbesserten Fluss des Kontrastmittels, und damit auch des Blutes, anzeigen.

Der Röntgenkongress 2010 ist für 12. bis 15. Mai angekündigt.


Strategische Allianz

Juni 2, 2009

Bekanntgabe der Zusammenarbeit Ende Mai: Fujifilm entwickelt und produziert biomolekulare Systeme in der Bildgebung für GE Healthcare. Die Produkte werden unter GE-Branding weltweit insbesondere in den Märkten Life Sciences und Drug Discovery vertrieben.


TopClinica-Kongress – „Medizin braucht Zukunft“

Juni 2, 2009

Fachkongress im Mittelpunkt der TopClinica 2009

„Medizin braucht Zukunft“ – unter diesem Titel startet die Messe Stuttgart im Rahmen der TopClinica vom 24. bis 26. Juni auf der Neuen Messe Stuttgart mit einem völlig neuen und hochkarätigen Kongress. International renommierte Referenten werden die spannendsten Innovationen vorstellen, die es zurzeit in den Bereichen Medizintechnik, Medizinforschung und Klinikorganisation gibt. An den drei Vormittagen stehen die medizinischen Fortschritte im Vordergrund, an den Nachmittagen geht es um ökonomische Themen, die das wirtschaftliche Überleben von Krankenhäusern sichern.

Das Bild bestimmt die Zukunft der Medizin

Der erste Vormittag auf dem Kongress „Medizin braucht Zukunft“ ist ganz dem Bild gewidmet. In seinem Impulsreferat wird Prof. Bamberg, Direktor des Universitätsklinikums Tübingen, den Bogen von der innovativen Diagnostik bis zur individualisierten Therapie spannen. In drei Panels geht es dann um die neuesten Methoden zur Diagnostik von Herz-, Krebs- und Gehirnerkrankungen. Schneller, besser, schonender ist das Motto von Prof. Achenbach aus Erlangen, der über die Zukunft der Kardio-CT sprechen wird. Prof. Langer aus Freiburg stellt den neuen 4D-MRT zur Diagnostik des Herz-Kreislaufsystems vor, Torsten Krümmel aus Jena das Magnetfeld-Imaging-System und Dr. Beer aus München erklärt die Bedeutung von PET/CT und SPECT/CT für die Diagnostik des Herzens.

Vor allem in der onkologischen Bildgebung führen die neuen Hybridgeräte zu einem Paradigmenwechsel. „Sie verschieben den Fokus von einer rein organbezogenen Sicht hin zu einer ganzheitlichen Krankheitsdiagnostik“, so Prof. Claussen aus Tübingen. Die Verlaufsbeobachtung und Optimierung von Tumortherapien mittels hybrider Bildgebung ist der Schwerpunkt des Vortrags von Dr. Antoch aus Essen. Prof. Schulz-Wendtland aus Erlangen wird über seine Erfahrungen mit der digitalen Mammographie mit Tomosynthese berichten und Prof. Günter Layer aus Ludwigshafen die Frage stellen, ob die virtuelle Endoskopie mittels CT oder Kernspin eine gleichwertige Alternative zur herkömmlichen Magen-Darmspiegelung darstellt.

Auch das Gehirn gibt allmählich seine Geheimnisse preis. Faszinierende Einblicke in unser Denkorgan wird Prof. Forsting aus Essen dem Publikum zeigen. „Was kann die moderne Bildgebung zur Früherkennung von Alzheimer leisten?“ fragt Prof. Daniela Berg aus Tübingen. Prof. Hampel aus Dublin stellt die gleiche Frage für die Parkinson-Krankheit und Prof. Henkes aus Stuttgart macht sich auf die Spur des Schlaganfall-Risikos.

Wie kommt das Neue in die Medizin?

Eine Medizin mit Zukunft braucht einen ständigen Fluss an Innovationen – aber auch die kritische Reflexion, ob das Neue in jedem Fall besser ist als das Alte. Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Prof. Bauer, wird sich am zweiten Kongresstag in seinem Impulsreferat mit dem Innovationstransfer in der Chirurgie auseinandersetzen. Im Panel „Chirurgie ohne Skalpell“ stellt Prof. Lange aus München eine Herzklappen-OP mittels Katheter vor und Prof. Gerlinde Debus aus Dachau die fokussierte Ultraschalltherapie, mit der sie bereits Myome in der Gebärmutter entfernt. Prof. Rösch aus Hamburg ist einer der wenigen, die sich mit dem Endoskop an den Darmkrebs herantrauen. Und was von Blinddarmoperationen durch den Mund oder Gallenblasen-OP’s durch die Vagina zu halten ist, wird Prof. Buhr aus Berlin in seinem Vortrag über NOTES sehr kritisch beleuchten.

Komplizierte Eingriffe werden durch Navigationsgeräte immer perfekter und risikoärmer. Sie legen den roten Faden durch sensible Körperregionen und führen via Bildgebung den Operateur sicher ans Ziel. Am Beispiel der Strahlentherapie erläutert dies Prof. Wenz aus Mannheim, für die Neurochirurgie Prof. Seifert aus Frankfurt, für die Endoprothetik Dr. Bäthis aus Köln. Wie die Rekonstruktion eines zerstörten Gesichts mithilfe des Computers möglich ist, zeigt Prof. Zeilhofer aus Basel mit aufregenden Vor- und Nachher-Bildern.

Ingenieure, Physiker und Mediziner arbeiten gemeinsam an elektronischen Implantaten, die verloren gegangene Körperfunktionen wiederherstellen sollen. Prof. Pfister leitet das Cochlear-Implantat-Zentrum in Tübingen, neue Schrittmacher für die Tiefe Hirnstimulation setzt Prof. Volkmann aus Kiel ins Gehirn seiner Parkinson- oder Depressionspatienten ein. Neuronale Prothesen für Gelähmte entwickelt Prof. Andrea Kübler aus Tübingen und Prof. Körfer aus Bad Oeynhausen forscht an immer besseren Kunstherzen, die die Zeit bis zur Transplantation überbrücken.

Präzision statt Standard: Zielgerichtete Therapien

Auch die Pharmaindustrie braucht Zukunft. Deshalb ist der Freitagvormittag den Innovationen aus der Biotechnologie gewidmet. Ob gegen Demenz oder Depression, gegen Gehirntumor, Darm- oder Brustkrebs: Personalisierte Arzneien werden bald die Blockbuster ersetzen. Wie winzigste Nanopartikel mit chemischen Wirkstoffen zu Krebsstammzellen gelangen, wird Prof. Borlak aus Hannover erklären. Die Züchtung von Gewebe zeitigt erste Erfolge. Inzwischen gibt es nicht nur Haut und Knorpel aus dem Labor, wie Dr. Sittinger aus Berlin erläutern wird. Dr. Sodian aus München arbeitet an mitwachsenden Herzklappen für Babys aus Nabelschnurblut und Dr. Johanne Schanz aus Stuttgart an Trägerstrukturen für neue Organe aus Darmgewebe.

Überlebensstrategien für Kliniken

Die High-Tech-Medizin wird immer schneller und schonender – billiger wird sie nicht. Der technologische Fortschritt muss aber nicht nur Geld kosten – er kann auch helfen, Geld einzusparen. In seinem Impulsreferat wird am Freitag der Klinische Direktor des Klinikums Stuttgart, Prof. Krier, die Entwicklung des Krankenhauses von der Manufaktur zum modernen Dienstleistungsunternehmen nachzeichnen. 

An den Nachmittagen des Kongresses „Medizin braucht Zukunft“ stehen die ökonomische Fragen der Kliniken im Vordergrund: Können durch kluge Strukturveränderungen Rationierungen vermieden und Kliniken trotzdem wirtschaftlich geführt werden? Was tragen IT-Systeme, Patientenpfade, Logistik und Controlling zur Prozessoptimierung bei? Können Krankenhausinformationssysteme und biometrische Methoden eine Klinik in die Zukunft führen? Welche Einsparpotentiale und Gewinnchancen bergen Kooperationen?

Auf Messers Schneide: Live aus dem OP der Zukunft

Auf Messers Schneide steht der Donnerstagnachmittag. Prof. Wallwiener wird eine Live-Übertragung aus dem Innovations-OP OR1 der Tübinger Universitätsfrauenklinik moderieren. Dieser Operationssaal – einer der modernsten in Europa – wurde von den Firmen Karl Storz und Erbe installiert. Hier gibt es weder Stolperfallen aus Kabeln noch Probleme mit den Schnittstellen. Über einen zentralen Touchscreen sind sämtliche Geräte zu bedienen. Auch das Problem der Hygiene scheint hier gelöst. Doch viele Kliniken und OP’s kämpfen noch gegen den Angriff der Superbakterien. Der Hygieniker Dr. Zastrow aus Berlin weiß die Antwort, wie diese unsichtbaren Feinde zu stoppen sind. Kurze Liegezeiten sind angenehm für den Patienten und gut für das Budget der Klinik. Doch wie erreicht man dies ohne „blutige Entlassungen“? Fast-Track-Chirurgie scheint die Lösung. Wie sie funktionieren kann, erläutern Prof. Schwenk aus Hamburg, Dr. Sander aus Berlin, Prof. Köninger und Dr. Junger aus Stuttgart.

Medizin ohne Grenzen

Der Freitagnachmittag öffnet die Grenzen weit über Deutschland hinaus. Telemedizinprojekte werden auf ihre Machbarkeit überprüft, ebenso die viel beschworene Globalisierung, die im Gesundheitsmarkt angeblich Einzug hält und doch immer wieder an den nationalen Schlagbäumen scheitert. Grenzen überwindet der internationale Patiententourismus, doch wie wird er sich entwickeln in Zeiten der Krise? Und haben Thailand, Indien und Singapur nicht längst schon die Nase vorn?

Neben den Fortschritten der Medizin wird auf dem Kongress auch eine der wichtigsten Zukunftsfragen unserer Gesellschaft erörtert werden: Können wir uns das alles noch für alle leisten? Impulsvorträge von bekannten Persönlichkeiten thematisieren ethische Fragen des medizinischen Fortschritts. In Podiums- sowie in Pro-und-Contra-Diskussionen stoßen gegensätzliche Meinungen aufeinander, die sicherlich zu spannenden Debatten mit dem Publikum führen werden.

Am 24. Juni findet von 16 bis 17 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema statt “MPG-Novelle greift 2010 – Wie bereiten sich Krankenhäuser bei IT und Medizintechnik vor?”.

Mehr Informationen zu Kongress und Ausstellung gibt es in der Juni-Ausgabe von Management & Krankenhaus. Leser können eines von zehn Tagestickets im Wert von 89 € gewinnen. E-Mail mit Stichwort “TopClinica” an die Redaktion genügt – mk@gitverlag.com; Einsendeschluss ist der 17. Juni. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

www.topclinica.de


Neues Vorstandsteam

April 30, 2009
Winfried Post, Agfa HealthCare

Winfried Post, Agfa HealthCare

Im April wurde Dr. Volker Wetekam, Executive Vice President IT-Division, Agfa-Gevaert N.V., Mortsel/Belgien, zum Vorstandsvorsitzenden der Agfa HealthCare AG, Trier, berufen. Er arbeitet seit dem September 2008 im Unternehmen und verantwortet weltweit das IT-Geschäft des Anbieters im Gesundheitssektor. Zu weiteren Vorständen der AG wurden Winfried Post (General Manager Agfa HealthCare D-A-CH) und Albrecht Müller (Geschäftsführer Agfa HealthCare GmbH) ernannt.


Trends und Themen der Healthcare-IT

April 14, 2009
conhIT - der deutsche Branchentreff für Healthcare-IT

conhIT - der deutsche Branchentreff für Healthcare-IT

conhIT – Berlin, 21.-23. April

Der deutsche Branchentreff für Healthcare-IT (www.conhit.de) legt trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zu: Bereits fünf Wochen vor dem Start der conhIT war die Ausstellerzahl des Vorjahres überschritten worden. Zu den Ausstellern der Industrie-Messe gehören die großen Player der Branche sowie zahlreiche Mittelständler, die zeigen, wie der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik die medizinische Versorgung ganz konkret verbessern kann. In der„messefreien Zeit” am Vormittag können sich Aussteller und Besucher im Kongress oder in den vertiefenden Seminaren der Akademie fortbilden.

Ambulant-stationäre Vernetzung, digitale Bildgebung und Prozessoptimierung in ambulanten und stationären medizinischen Einrichtungen: Das sind nur einige der Themen, über die sich Besucher auf der diesjährigen conhIT informieren können. Wie im Vorjahr präsentieren die Aussteller eine breite Palette an Neuheiten und Weiterentwicklungen. Auch wenn die Gesundheitsbranche von der Finanzkrise nicht in dem Maße betroffen ist wie andere Branchen: der ökonomische Druck auf die medizinischen Einrichtungen nimmt vorläufig nicht ab. Kein Wunder also, dass zahlreiche Aussteller Lösungen zur Prozessoptimierung und zum Controlling anbieten, die Kliniken und ambulanten medizinischen Einrichtungen helfen können, bei bestmöglicher Patientenversorgung optimal zu wirtschaften. Im ambulanten Bereich haben unter anderem Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Ärztenetze einen hohen Bedarf an effizienten Strukturen und transparenten Prozessen. Dem tragen die Gesundheits-IT-Hersteller zunehmend Rechnung. In Ärztenetzen kann eine Optimierung der Patientenversorgung oft schon dadurch erreicht werden, dass relevante Patientendaten jederzeit zur Verfügung stehen. Das gewährleisten so genannte Netzakten, die Ärzten den sicheren Zugriff auf von Kollegen eingestellte Patientendaten ermöglichen. Entsprechende Lösungen werden auf der Industrie-Messe vorgestellt.

Digitale Diagnose
Dass Gesundheits-IT mehr ist als Prozessoptimierung und Bereitstellung von Patientendaten, zeigen auf der conhIT die zahlreichen Hersteller von Lösungen für die klinische Diagnostik. Zwar sind digitale RIS- und PACS-Lösungen in vielen Einrichtungen längst zum Standard geworden. Trotzdem geht die Entwicklung weiter, etwa in Richtung zunehmend mobiler Lösungen sowie einer immer tieferen Integration zwischen digitaler Bildgebung und medizintechnischen Lösungen anderer Art.

Auch Anbieter digitaler Sprachlösungen zeigen, wie man der Bürokratie Herr werden kann. Denn Kliniken, die bei der Erstellung von Dokumenten auf digitales Diktat und Spracherkennung setzen, beschleunigen nicht nur die Erstellung von Arztbriefen und Befunden; sie entlasten auch die Ärzte, erhöhen die Patientensicherheit und unterstützen die einrichtungsübergreifende Vernetzung. Dauerte es in der Vergangenheit oft mehrere Tage, bis ein Arztbrief oder ein Befund tatsächlich zur Verfügung stand, kann das durch IT-Einsatz dramatisch beschleunigt werden.

Kongress, Akademie und Messe
Die conhIT bietet vormittags fokussierte Weiterbildungsangebote zu branchenspezifischen, praxisrelevanten Themen. Aussteller und Besucher können aus insgesamt 15 Sessions des Kongresses und sechs interaktiven Seminaren der conhIT-Akademie auswählen und sich ein Programm nach den eigenen Interessen zusammenstellen. Ärzte und berufliche Pflegende erhalten für die Teilnahme am zertifizierten conhIT-Programm auch in diesem Jahr Fortbildungspunkte. Nachmittags öffnet die Industrie-Messe mit einem umfassenden Überblick des Produkt- und Dienstleistungsangebotes von Healthcare-IT. Dem immer wichtigeren Networking wird breiter Raum eingeräumt, z.B. mit ganztägig geöffneten Networking-Bereichen.

Die zeitliche Aufteilung der Elemente soll auch den aktiven Austausch zwischen Herstellern, Anwendern und den maßgeblichen Innovationstreibern im Markt fördern – ein Anspruch der Branche, der sich im Grußwort der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt wiederfindet. Sie hat erstmalig die Schirmherrschaft der conhIT übernommen.

Highlights im Überblick
Dienstag, 21. April
- 09.00 – ca. 10.30 Uhr: Eröffnungsveranstaltung mit Keynotes von Neil Jordan, Microsoft, und Dr. Doris Pfeiffer, GKV-Spitzenverband
- ab 19.00 Uhr conhIT-Party für Fachbesucher und Aussteller im Messeeingang Süd
Mittwoch, 22. April


Neuer Präsident und CEO – GE Healthcare Deutschland

April 7, 2009
Dr. Rolf Lucas, Präsident und CEO GE Healthcare Deutschland

Dr. Rolf Lucas, Präsident und CEO GE Healthcare Deutschland

GE Healthcare – der Geschäftsbereich Gesundheitswesen der General Electric Company mit 17 Milliarden US-$ Umsatz – hat am 6. April die Ernennung von Dr.  Rolf Lucas zum neuen Präsidenten und CEO von GE Healthcare Deutschland bekannt gegeben.

Dr. Lucas wird im Geschäftsbereich eine führende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien einnehmen, um die Marktposition auszubauen und das Wachstumspotenzial des Unternehmens voll auszuschöpfen.

Reinaldo Garcia, Präsident und CEO für GE Healthcare in der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten & Afrika), betonte: „Deutschland ist einer der strategischen Schlüsselmärkte für GE Healthcare mit starken Wachstumsmöglichkeiten in den kommenden Jahren. Aufgrund seiner jahrelangen Erfahrungen im Gesundheitswesen und seiner Führungsqualitäten wird Dr. Rolf Lucas das von uns in Deutschland gelegte Fundament ausbauen.”

Dr. Lucas kommentierte seine Ernennung: „Für GE Healthcare ist Deutschland ein bedeutender Wachstumsmarkt, deshalb müssen wir unsere langfristige Strategie in diesem Markt fortsetzen. Unser Ziel ist es, Wachstum durch innovative diagnostische Bildgebungs- und Informationstechnologien zu erreichen, die zu einem effizienteren, kosteneffektiveren und qualitativ höherwertigen Gesundheitssystem in Deutschland beitragen. GE Healthcare kann umfassende Lösungen von der medizinischen Bildgebung über Life Sciences bis zur medizinischen Diagnostik liefern. Indem wir unseren Kunden und dem Gesundheitswesen helfen, Erkrankungen früher zu entdecken und zu behandeln, hoffen wir, die Patientenversorgung in Deutschland verändern zu können.”

Dr. Lucas leitete zuvor das familieneigene Unternehmen für medizintechnische Geräte und war mit unterschiedlichen Führungspositionen bei großen Konzernen wie Philips und Picker betraut.  Darüber hinaus war er COO am Universitätsklinikum Mainz. Zuletzt war Lucas Geschäftsführer der Asklepios International GmbH.

Er studierte in Münster und St. Gallen in der Schweiz und schloss das Studium mit einem Doktor in Betriebswirtschaft ab. Darüber hinaus erhielt er am Institute of Technology, Florida, USA, einen MBA.


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