Quo vadis Krankenhausfinanzierung?
Momentan ist die Überlebensfähigkeit vieler Kliniken in Frage gestellt. Der Innovations- und Investitionsdruck steht vielfach im krassen Gegensatz zu den Finanzierungsmöglichkeiten der einzelnen Einrichtungen. Mit diesem Dilemma beschäftigt sich der Kongress „Krankenhausfinanzierung“, der am 12. und 13. Oktober in Mainz stattfindet.
Die Kliniken stehen momentan vor dem Problem, dass öffentliche Mittel und Bankkredite immer knapper werden oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Es ist also für viele Klinkleiter und -betreiber an der Zeit, sich auf die Suche nach alternativen Finanzierungsformen zu machen. Allerdings sind die Erfahrungen mit diesen Instrumenten häufig noch sehr dünn und auch nicht immer von Erfolg gekrönt.
Trotzdem oder gerade deshalb gilt: „Gerade ein kommunales Krankenhaus muss heute jede Chance ergreifen, die sich bietet – und sei es ein neuer Weg wie PPP, der noch weitgehend unerprobt ist. Pionierarbeit ist selten ohne Risiko, aber eben manchmal notwendig“, sagt Dr. Julia Hefty, Geschäftsführerin der Hochtaunus-Kliniken. Sie wird auf dem Kongress ihr Public Private Partnership Projekt innerhalb eines Krankenhaus-Neubaus vorstellen und über die Erfahrungen berichten.
Hiermit wird schon klar, dass es nicht nur um Finanzierung im engeren Sinne, sondern auch um Gesamtausrichtung, Geschäfts- und Trägermodelle, Spezialisierung, Konzentration, Kooperationen, Zusammenschlüsse und (Teil-)Privatisierung geht und gehen kann.
Unter Moderation von Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff vom Zentrum für Krankenhausmanagement werden auf dem Kongress mehrere erfolgreiche Projekte in diesem Zusammenhang vorgestellt. So kommen neben den Hochtaunus-Kliniken noch das St. Elisabethen-Hospital Beckum, das Klinikum Saarbrücken, die HSK-Gruppe, die Märkischen Kliniken und das Universitätsklinikum Heidelberg zu Wort – alles sehr unterschiedliche und individuelle Beispiele für erfolgreiche Finanzierung und Umorganisation von Einrichtungen verschiedener Größenordnung und Trägerschaft. Es gilt wie immer: Viele Wege führen zum Ziel, man muss nur den für sich passenden finden und diesen dann konsequent gehen.