DGTelemed jetzt mit NRW-Landesverband

Juni 26, 2009

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) hat Mitte Juni als Höhepunkt des Symposiums „Telemedizin in Europa“ ihren Landesverband Nordrhein-Westfalen gegründet. Er ist – nach Berlin-Brandenburg – die zweitstärkste Gruppe in der Gesellschaft.

Mitglieder sind unter anderem PHTS Telemedizin, das Städtische Krankenhaus Maria Hilf (Brilon) und Fonium Deutschland, Bonn sowie zahlreiche Mediziner und Unternehmensvertreter aus NRW. Zu Sprechern für das Bundesland wurden in der Gründungsversammlung in Bad Oeynhausen Rainer Beckers, Geschäftsführer im Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen (ZTG), und Armin Gärtner, Sana Medizinisches Servicezentrum GmbH, Sachverständiger für Medizintechnik und Telemedizin, gewählt. Der Landesverband NRW wird sich bei der Umsetzung der Landesinitiative eGesundheit.nrw engagieren und Telemedizinaktivitäten der Mitglieder begleiten und unterstützen.

Der Gründung ging im Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen ein Symposium mit Fokus auf aktuelle europäische Entwicklungen der Telemedizin voraus. Die Teilnehmer der Veranstaltung „Telemedizin in Europa“ waren sich über die Vorteile des begleitenden Einsatzes von Telemedizin einig: Sie ermöglicht nicht nur eine verbesserte Patientenversorgung, sondern kann Impulse für innovative wirtschaftliche Entwicklungen in den Gesundheitssystemen der EU geben.

Die DGTelemed und das ZTG zeigten sich als Veranstalter zufrieden. Dr. Stephan Schug, European Health Telematics Association (EHTEL), stellte zu Beginn die Ziele und Programme der europäischen Kommission vor. Er verwies dabei auch auf eine gemeinsame Presseerklärung der DGTelemed und der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitstelematik (DGG) von Anfang des Jahres, in der Bundesregierung und Bundesländer aufgerufen wurden, die Empfehlung der Europäischen Kommission zur Telemedizin zügig umzusetzen.

Neben einem Überblick über den weltweiten Einsatz der Telemedizin durch Prof. Dr. jur. Dr. rer. Pol. Joachim Häcker (Universität Heidelberg) informierten Priv.-Doz. Dr. med. Heinrich Körtke (IFAT Institut für angewandte Telemedizin) und Gabriele Schulz (SVA SanaSphere) über aktuelle Beispiele, wie mit Hilfe von Telemedizin eine optimale Therapiebegleitung erreicht werden kann. Mit dem Wunsch, positive Effekte insbesondere für die Gesundheitsversorgung im Land fruchtbar zu machen, ist das erklärte Ziel des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums die flächendeckende Verbreitung telemedizinischer Anwendungen und Services.

Hierzu stellte ZTG-Geschäftsführer Beckers als eine wichtige Maßnahme des Aktionsprogramms zur Förderung der Telemedizin die Einrichtung einer Modellregion Telemedizin in Ostwestfalen-Lippe vor. Ziel der Modellregion ist es, mit allen am Versorgungsprozess beteiligten Akteuren gemeinsame Lösungen zu finden und ein telemedizinisches Versorgungsnetz aufzubauen.

Rolle der Landesverbände

Die DGTelemed wird in den Bundesländern durch Landesverbände vertreten. Sie sind rechtlich unselbständige organisatorische Untergliederungen der Gesellschaft. Der jeweilige Landesverband ist Ansprechpartner für Landesregierungen und weitere Institutionen, und er bietet Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Unternehmen die Expertise der DGTelemed auf dem Gebiet der Telemedizin an. Erklärtes Ziel ist, mit gemeinsamen Kräften telemedizinische Ansätze besser voranzutreiben. „Die Telemedizin ist der Innovationsmotor in unserem Gesundheitswesen. Wer dies jetzt erkennt, profitiert schon früh von diesem Entwicklungstrend“, erläuterte Beckers die Motivation der ZTG, die Telemedizin nun auch gemeinsam mit dem DGTelemed-Landesverband zu befördern.


Weiterer Regionalverband der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling

Juni 26, 2009

Im April fand in Neumünster die konstituierende Sitzung des Regionalverbandes Nord der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling (DGfM) statt. Zu seinem Vorsitzenden wurde Dr. med. Frank Reibe gewählt. Er wird von Dr. Malte Raetzell (stellvertretender Vorsitzender des Regionalverbandes Nord) und fünf Beiräten in seiner Arbeit unterstützt.

Der neue DGfM-Regionalverband ergänzt das Angebot der bestehenden Regionalverbände Mitteldeutschland, Nordost, Rhein-Neckar, Süddeutschland und Westdeutschland. Mit seiner Gründung „geben wir unseren Vereinsmitgliedern im Norden Deutschlands die Möglichkeit, den Informationsaustausch, die Fort- und Weiterbildung und die gemeinsame Erarbeitung von Problemlösungsstrategien im Medizincontrolling in regionalen Strukturen wahrzunehmen“, erläuterte Heike Scheer, Kaufmännische Leiterin der DGfM.

Dr. Frank Reibe

Dr. Frank Reibe

Dr. Malte Raetzell

Dr. Malte Raetzell


GMDS-Workshop zur Archivierung

Juni 23, 2009

Am 30. Juni findet ein Arbeitstreffen der Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“ der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e. V. statt – ab 10.00 Uhr im SEMINARIS CampusHotel Berlin. Fachleute und qualifizierte Interessierte sind herzlich eingeladen. Im Mittelpunkt stehen drei Workshops zu folgenden Themen:

Workshop 1:

Archivordnungen – Erarbeitung einer Musterarchivordnung

Workshop 2:

IT-Sicherheit in digitalen Archiven – Erarbeitung eines Leitfadens

Workshop 3:

Archivierung strukturierter Daten – Wie werden diese beweissicher elektronisch aufbewahrt?

Das Treffen dient primär zur Erarbeitung von Empfehlungen und technischen Richtlinien zu den genannten aktuellen Themen. Das Programm zu den Workshops ist auf der Website der Arbeitsgruppe zu finden – www.informatik.hs-mannheim.de/aku.

Pro Workshop können sich maximal 25 Teilnehmer anmelden. Zurzeit sind noch Plätze frei. Um kurzfristige Anmeldung wird gebeten. – Am Vorabend findet ein Networking mit Abendessen und Dinner Speech statt.

Die Anmeldung kann nur online über die Homepage der Arbeitsgruppe erfolgen. Jeder Teilnehmer muss sich für einen Workshop entscheiden und kann nur an diesem teilnehmen. Entscheidend für die Teilnahmeberechtigung ist die Reihenfolge bei der Anmeldung. Sollte eine angemeldete Person ihren Teilnahmebetrag nicht innerhalb einer Woche bezahlt haben, so wird dieser Platz wieder frei. Teilnahmeberechtigt sind nur diejenigen Personen, die eine Teilnahmebestätigung erhalten haben.

Die Organisatoren freuen sich auf eine rege Teilnahme:

Volkmar Eder, Tübingen

Leiter der GMDS-Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“

Prof. Dr. Paul Schmücker, Mannheim

Stellvertretender Leiter der GMDS-Arbeitsgruppe

Dr. Christoph Seidel, Braunschweig

Stellvertretender Leiter der GMDS-Arbeitsgruppe


Messe Düsseldorf entwickelt mit Partnern Strategiekonzept „MEDICA 2015“

Juni 18, 2009

medica_logo_4cDas Gesundheitswesen befindet sich weltweit in einem tief greifenden Umstrukturierungsprozess. Daraus ergeben sich für die Medizintechnik-Industrie neue Herausforderungen hinsichtlich der Vermarktung ihrer Produkte. Um auch zukünftig die Hersteller von medizintechnischen Systemen und Lösungen optimal bei der Umsetzung ihrer Marktbearbeitungsstrategien unterstützen zu können, hat die Messe Düsseldorf als Organisator der MEDICA von der Unternehmensberatung Droege & Comp. die Studie „MEDICA 2015“ erarbeiten lassen.

Droege & Comp. arbeitet seit vielen Jahren als Beratungsunternehmen im Gesundheitssektor und ist dabei auch Kooperationspartner der Industrieverbände BVMed, SPECTARIS und ZVEI.

Die Studie „MEDICA 2015“ hat die Megatrends erfasst, die die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren stark beeinflussen werden: Steigende Morbidität basierend auf der erhöhten Lebenserwartung in Verbindung mit weltweitem Bevölkerungswachstum, zunehmendes Gesundheitsbewusstsein, stärkere Globalisierung des Gesundheitsmarktes, Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie entsprechender Auflagen, Weiterentwicklungen neuer Technologien, zunehmende Bedeutung von E-Health, stärkerer Ausbau des privaten Gesundheitssektors und erhöhter Effizienzdruck im Gesundheitswesen.

„Die Ergebnisse der Studie tragen dazu bei, die MEDICA auch künftig in ihrer Rolle als fachübergreifende Plattform der Gesundheitswirtschaft zu stärken und ihren Status als Weltleitmesse zu sichern“, erklärt Wilhelm Niedergöker, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.

Das Konzept sieht eine konsequente Fokussierung der MEDICA auf innovative Produkte und Dienstleistungen vor. Globale Aspekte werden dabei ebenso Berücksichtigung finden wie speziell die europäischen Dimensionen etwa hinsichtlich einer voranschreitenden Harmonisierung von Versorgungsprozessen innerhalb der Europäischen Union.

Ebenfalls geplant ist eine Ausweitung des internationalen Seminarprogramms des MEDICA Kongresses.

Jochen Franke ist neuer Vorsitzender des MEDICA-Beirates

Die Umsetzung des auf der Studie basierenden Strategiekonzeptes „MEDICA 2015“ wird in enger Abstimmung mit dem MEDICA-Messebeirat erfolgen, der sich in seiner ersten Sitzung im Jahr 2009 neu konstituiert hat. Den Vorsitz übernommen hat Jochen Franke, Geschäftsführer der Philips GmbH, Unternehmensbereich Healthcare. Die stellvertretenden Vorsitzenden sind Michael Koller, geschäftsführender Gesellschafter der Münchner Medizin Mechanik GmbH, sowie Prof. Dr. Werner A. Scherbaum, Präsident der MEDICA – Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin e. V.. „Der Beirat hat sich zum Ziel gesetzt, das Konzept MEDICA 2015 zum Erfolg zu führen. Durch die Abdeckung verschiedenster Kernkompetenzen innerhalb des Beirats ist gewährleistet, dass allen Aspekten des sich verändernden Gesundheitsmarktes Rechnung getragen wird“, so Jochen Franke.

Hier geht es zur MEDICA 2009 – 18.-21.  November.


Patientenseminare schaffen Vertrauen und stärken die Bindung

Juni 17, 2009
Patientenseminare unterstützen bei der Aufklärung der Öffentlichkeit und bei der erfolgreichen Arbeit mit den Betroffenen (von rechts): Prof. Dr. Veselin Mitrovic, Medizinischer Direktor der Kerckhoff-Klinik Forschungsgesellschaft und Oberarzt der Abteilung Kardiologie der Klinik; Dr. Wolfgang Ricken, Oberarzt der Abteilung Kardiologie; Prof. Dr. Dietrich Birnbaum, Regensburg

Patientenseminare unterstützen bei der Aufklärung der Öffentlichkeit und bei der erfolgreichen Arbeit mit den Betroffenen (von rechts): Prof. Dr. Veselin Mitrovic, Medizinischer Direktor der Kerckhoff-Klinik Forschungsgesellschaft und Oberarzt der Abteilung Kardiologie der Klinik; Dr. Wolfgang Ricken, Oberarzt der Abteilung Kardiologie; Prof. Dr. Dietrich Birnbaum, Regensburg

Beispiel: „Herzinsuffizienz“ – Kerckhoff Klinik, Bad Nauheim

Jährlich lassen sich hier über 25.000 Patienten aus dem In- und Ausland ambulant und stationär behandeln: Die Kerckhoff-Klinik mit ihren 232 Betten zählt zu den größten und renommiertesten Herz- und Rheumazentren im Lande. Das Leistungsspektrum umfasst alle modernen Diagnose- und Therapieverfahren in den Fachgebieten Kardiologie, Herz- und Gefäßchirurgie sowie Rheumatologie. Stolz ist man in Bad Nauheim auf einen exzellenten Ruf, zu dem ein Herz-Lungen- und ein Herztransplantationszentrum mit regionalen Netzwerkstrukturen einen wichtigen Beitrag leisten.

Anfang Juni veranstaltete die Klinik mit internationalen Experten ihr zehntes medizinisches Expertensymposium zur akuten und chronischen Herzinsuffizienz. Im Vorfeld fand das zweite Patientenseminar zur Herzinsuffizienz statt. Das primäre Ziel dieser Seminare ist zum einen – so Prof. Dr. Veselin Mitrovic, Medizinischer Direktor der Kerckhoff-Klinik Forschungsgesellschaft und Oberarzt der Abteilung Kardiologie der Klinik – interessierte Bürger für dieses Thema zu sensibilisieren und zum anderen, betroffenen Patienten ein Forum zum Austausch anzubieten.

Die medizinische Herausforderung

Etwa zwei Drittel der Herzinsuffizienz-Patienten befinden sich in einem oligo- oder asymptomatischen Krankheitsstadium, so dass bei ihnen eine richtige Diagnose nicht rechtzeitig gestellt wird. „Dies ist von enormer prognostischer Bedeutung“, unterstreicht Prof. Dr. Mitrovic: „Die Mortalitätsrate bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffizienz ist wesentlich höher als bei Patienten im Anfangsstadium der Erkrankung. Andererseits haben verschiedene große Studien gezeigt, dass bei bis zu 50 % der Patienten fälschlicherweise eine Herzinsuffizienz diagnostiziert wird, so dass diese Patienten dann über Jahre hinaus unnötigerweise verschiedene, zum Teil sehr teure Medikamente einnehmen.“

Patientenbetreuung im Netzwerk

In der Kerckhoff-Klinik ist seit Jahren eine Herzinsuffizienzambulanz als Abteilung etabliert, in der Patienten mit einer mittelschweren und schweren Herzinsuffizienz engmaschig betreut werden. Hier werden für jeden einzelnen Patienten eine differenzierte Diagnostik während der ambulanten oder stationären Aufnahme und eine individuelle, maßgeschneiderte Therapie durchgeführt bzw. konzipiert. Bei Patienten unter 65 Jahren mit einer schweren Herzinsuffizienz im fortgeschrittenen Stadium wird nach genauer Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien über die Option einer Herztransplantation diskutiert. Für Patienten im Endstadium der Herzinsuffizienz, die aus verschiedenen Gründen für eine Transplantation nicht in Frage kommen, ist die Möglichkeit des Einsatzes mechanischer Unterstützungssysteme gegeben.

„Die Betreuung der Patienten mit einer leichten Herzinsuffizienz erfolgt ausschließlich ambulant durch die Hausärzte bzw. Kardiologen“, fasst Prof. Dr. Mitrovic zusammen. „Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Herzinsuffizienz werden in Zusammenarbeit mit diesen Leistungserbringern betreut. Auf diese Weise sind sowohl die Hausärzte als auch die Internisten und Kardiologen über das Krankheitsstadium dieser Patienten genau informiert, und die Zusammenarbeit verläuft in der Regel reibungslos.“

Die Vortragsthemen für das diesjährige Patientenseminar – wie „Stellenwert der Telemedizin in der Betreuung der Herzinsuffizienz-Patienten“, „Bewegungstherapie und andere Aktivitäten“ sowie „Herztransplantation und Unterstützungssysteme“ – interessierten vom praktischen Aspekt sehr viele Patienten; so konnten viele offene Fragen, die den Patienten am Herzen lagen, in einem offenen Dialog diskutiert werden. Das Seminar fand am Vorabend vor dem Symposium statt, damit für sehr interessierte und gut informierte Patienten eine Möglichkeit gegeben war, sich noch einmal detailliert während des Symposiums mit dieser Thematik auseinander zu setzen, und es überraschte daher nicht, dass auch mehrere Patienten, vor allem mit einer mittelschweren/schweren Herzinsuffizienz, während des Symposiums gesehen wurden. – Die Reihe der Patientenseminare wird fortgesetzt.

Am Fachsymposium nahmen ca. 150 Ärzte aus dem Bereich Hessen bzw. dem Einzugsgebiet der Kerckhoff-Klinik teil. „Die gut ausgesuchten Themen und ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Herzinsuffizienz sicherten eine hohe Fortbildungsqualität“, so Prof. Dr. Mitrovic.


„Zehnjähriges“ der Netzwerke

Juni 9, 2009

Experten vernetzen, Patienten informieren und Forschungsergebnisse schneller in die Praxis bringen ­- mit diesen Zielen schließen sich seit 1999 Wissenschaftler, Ärzte und Patientenorganisationen in medizinischen Kompetenznetzen zusammen. In jenem Jahr wurden die ersten neun deutschen Kompetenznetze und die Dachorganisation TMF (Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze e. V.) gegründet. Die Netzwerke feiern ihr zehnjähriges Jubiläum am 11. Juni in Berlin mit einer Festveranstaltung und geben einen Ausblick auf die Zukunft.

Veranstaltungsort: dbb forum berlin, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin; Zeit: 11. Juni 2009, ab 11.00 Uhr – http://www.tmf-ev.de.


Rund um die Bildgebung

Juni 4, 2009

Die KIS-RIS-PACS-Tagung und das DICOM-Treffen finden am 3. und 4. Juli in Mainz statt. Die Themen RIS und PACS werden wieder ergänzt mit aktuellen Beiträgen zu allgemeinen Entwicklungen der IT, die auch zunehmend Auswirkungen auf RIS und PACS haben. Die Bedeutung der IT für die Unterstützung von Forschung und Lehre sowie die Aspekte zur übergreifenden Vernetzung bilden einen weiteren Schwerpunkt. Aussagestarke Vorträge, engagierte Diskussionen und eine attraktive Tagungsatmosphäre kennzeichnen die Veranstaltung. Das Treffen wird ergänzt durch einen Hands-on-Workshop zum Thema Fallsammlung sowie – am 2. Juli ab 18 Uhr als Auftaktveranstaltung – durch die medlounge rhein-main: „Wie viel Vernetzung braucht das Gesundheitswesen?“.

Anmeldung unter Dicom.Mainz@web.de.


Werden Betreiber zu Herstellern?

Juni 2, 2009
Organisatoren und herausragende Referenten des Symposiums

Organisatoren und herausragende Referenten des Symposiums

VDE-Symposium – IT-Vernetzung von Medizinsystemen

Die informationstechnische Vernetzung medizinischer Geräte und Systeme nimmt zu. Die Inhalte der in der EU harmonisierten internationalen Normen zum Risikomanagement (ISO 14971), zur Gebrauchsergonomie („Usability“ – IEC 62366) und Software (IEC 62304) wirken sich künftig bei der Systemintergration von Medizinprodukten (IEC 80001) auch für Betreiber aus. Diese beiden Einflussfaktoren führen zu weitreichenden Veränderungen in den Rahmenbedingungen von Krankenhäusern: War bislang der Hersteller eines Einzelgerätes im Gesamtsystem von Medizintechnik und IT für den störungsfreien Betrieb und die Interoperabilität im Prozess verantwortlich, so wird künftig der Betreiber des Gesamtsystems in die Pflicht genommen – also der Leistungserbringer. In dieser Ausgabe lesen Sie mehrere Artikel zu dieser aktuellen Herausforderung; der vorliegende Artikel fasst eine zweisprachige Veranstaltung des VDE-Institutes, Offenbach, und der Beratungsfirma Prosystem, Hamburg, Ende März in Frankfurt/Main zusammen.

Dies ist die Historie vernetzter Medizingeräte: „In Krankenhäusern existierten zwei physikalisch getrennte Netzwerk-Welten: Medizingeräte-Netzwerke etwa für Monitoring und Radiologie sowie Krankenhaus IT-Netzwerke insbesondere für die Verwaltung“, so Gerhard Weller von Siemens. Seine Liste charakteristischer Kriterien liest sich wie folgt: „Medizingeräte-Netzwerke wurden von Medizingeräteherstellern spezifiziert, geliefert, gewartet; sie waren den Qualitätsmaßnahmen der Medizingerätehersteller unterworfen; zur Verbindung der Medizingeräte ausgelegt, technisch unkompliziert; nicht für andere Geräte oder Netzwerke zugänglich; keinen ungeplanten Veränderungen ausgesetzt; sicher und zuverlässig im Betrieb; preiswert in Anschaffung und Betrieb; langjährig beschaffbar sowie beim Betreiber in der fachkundigen Verantwortung der Medizintechnik“. Heute, so der Experte weiter, verlieren physikalisch getrennte Medizingeräte-Netzwerke an Bedeutung; die Geräte werden zunehmend über allgemeine IT vernetzt. Patientenakten, KIS und das Postulat orts- und zeitunabhängiger Verfügbarkeit von Patienteninformationen fördern dies. Anwenderanforderungen, regulierte Medizingeräte und nicht regulierte IT-Geräte – Produktgruppen mit unterschiedlichen Sicherheitskonzepten – müssen unter einem Dach zusammengeführt werden. Die Zuständigkeit für die Vernetzung liegt bei der EDV-Abteilung – wer verantwortet die Medizingeräte?

Hin zur Eigenverantwortung

Betreiber von Krankenhäusern, so der Tenor der beiden Veranstaltungstage, tragen nach Umsetzung der Richtlinie 2007/47/EG im nächsten Jahr die Verantwortung für Planung, Verifikation, Validierung, Prüfung, Zertifizierung, Betrieb, Dokumentation und kontinuierliche Überprüfung ihrer Netzwerke, in die sie eigenständig Medizinprodukte einbinden. Dafür müssen sie entsprechend qualifiziertes Personal und geeignete Qualitäts- und Risikomanagementsysteme vorhalten. Krankenhausverantwortliche sollten deshalb verstärkt ihre Position in den Normierungsgremien einbringen; zum Zweck eines Dialogs mit Herstellern und Normierungsexperten hatten die Veranstalter international renommierte Referenten nach Frankfurt geholt. Hersteller wie Dräger, Medtronic, Philips und Siemens waren ebenso vertreten wie Normierungsexperten, Benannte Stellen, Berater sowie Leistungserbringer aus Erlangen und Heidelberg.

Zur künftigen Norm IEC 80001-1

„Werden Medizingeräte in IT-Netzwerke eingebunden, müssen die Sicherheitsanforderungen, die der Gesetzgeber für Medizinprodukte erlassen hat, auf den ‚zuverlässigen Betrieb im Netz’ übertragen werden“, beschrieb Michael Bothe vom VDE-Institut die Problemstellung. „Werden in einem System Produkte mehrerer Hersteller verwendet [was üblicherweise der Fall ist], so bietet die neue Norm IEC 80001 einen Risikomanagement-Ansatz, um die Zusammenarbeit der Parteien, die an der Integration der Geräte in dieses Netzwerk beteiligt sind, unter Federführung des Betreibers sicherheits- und vertragskonform zu regeln“. Die Norm enthält Vorschläge für Zuständigkeitsvereinbarungen, mit denen Inbetriebnahme, Anwendung, Neukonfigurierung und Außerbetriebnahme von IT-Netzwerken über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu regeln sind. Der Schwerpunkt der IEC 80001-1, so Oliver Christ von Prosystem, „liegt auf Sicherheit, Leistungsfähigkeit, Datenschutz und Interoperabilität“; mit der Veröffentlichung als Norm ist Ende 2010 zu rechnen.

Krankenhäuser in den Dialog integrieren

In einem Panel, das der IT-Anbieter Oracle sponserte, diskutierten Expertenanwender aus Heidelberg und Mannheim, Vertreter von IT- und Medizintechnikunternehmen sowie aus dem Bereich Regulierung und Berater darüber, welche Konsequenzen sich aus den veränderten Rahmenbedingungen ergeben und wie sich Leistungserbringer heute auf die Veränderungen vorbereiten können. So beschrieb CIO Prof. Dr. Björn Bergh, wie das Heidelberger Uniklinikum eine Trennung von Medizintechnik- und IT-Netz realisiert, um Schwierigkeiten etwa bei der Datensicherheit zu vermeiden – ist also der Weg zurück in die getrennten Welten der richtige Ansatz?

Weitere Veranstaltungen zur Wissensvermittlung und Stärkung des Dialogs sind laut Bothe und Christ in Vorbereitung.

Lunch Panel: Expertenanwender diskutierten mit Vertretern von IT-, Medizintechnik- und Beratungsunternehmen sowie Regulierungseinrichtungen (Fotos: MR)

Lunch Panel: Expertenanwender diskutierten mit Vertretern von IT-, Medizintechnik- und Beratungsunternehmen sowie Regulierungseinrichtungen (Fotos: MR)


Interdisziplinär und praxisbezogen – Röntgenkongress 2009

Juni 2, 2009
Neuer Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft ist Prof. Dr. Gerhard Adam

Neuer Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft ist Prof. Dr. Gerhard Adam

Es war ein „first“ in der Geschichte des Deutschen Röntgenkongresses: Die Deutschen Röntgengesellschaft gestaltete das Programm gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft. Diese Zusammenarbeit setzt ein Zeichen für die Bedeutung der Radiologie für die Onkologie – „Radiologen begleiten Krebspatienten oft über Jahre hinweg und liefern fortwährend wichtige Informationen für den Behandlungsprozess“, so Kongresspräsident Prof. Dr. Claus Claussen. Interdisziplinärer Austausch prägt zum einen die Radiologie seit ihrem Bestehen; zum anderen ist er ausschlaggebend für Outcome und Wirtschaftlichkeit in der Onkologie, der aufgrund höherer Lebenserwartung und veränderter Lebensbedingungen eine weiter wachsende Bedeutung zukommt.

Mehr als 7.000 Teilnehmer, darunter fast 4.000 Ärzte und Medizinphysiker, kamen im Mai nach Berlin. Der Kongress mit seinen Angeboten zur Fort- und Weiterbildung sowie die Forschungsvorträge, ebenso wie das Industrieforum mit seinen 130 Ausstellern, erhielten somit wieder einen beachtlichen Zuspruch. Die Deutsche Röntgengesellschaft führt diese Resonanz auf die „ausgezeichnete Qualität von Vorträgen und Präsentationen sowie die professionelle Organisation“ zurück.

Ein breites Spektrum rund um bildgebende Diagnostik und minimal-invasive Therapieverfahren, einschließlich Neuroradiologie und Kinderradiologie, stand auf dem Programm. Einen Themenschwerpunkt bildeten die Onkologie und onkologische Diagnostik.

Neuer Präsident

Zum Präsidenten der Deutschen Röntgengesellschaft wurde für die anstehende Amtsperiode Prof. Dr. Gerhard Adam gewählt. Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf löst Prof. Dr. Michael Laniado (Dresden) ab, der der Deutschen Röntgengesellschaft von 2007 bis 2009 vorstand. Die Amtszeit von Professor Adam läuft bis 2011.

Preisverleihungen

Die Veranstaltung bot wieder den Rahmen für eine Reihe von Ehrungen. Der Röntgenpreis ist die wohl renommierteste – mit 10.000 € dotierte – Auszeichnung; mit ihr würdigt alljährlich die Deutsche Röntgengesellschaft Radiologen, die sich in besonderer Weise um die bildgebende Medizin verdient machen. In diesem Jahr ging sie an Dr. Marc Dewey; der Berliner Radiologe wurde für seine Arbeiten zur Diagnose der koronaren Herzerkrankung (KHK) ausgezeichnet. Sie zählt zu den häufigsten und gefährlichsten Zivilisationskrankheiten; Dr. Dewey konnte nachweisen, dass die schonende und nichtinvasive CT der Untersuchung mit dem Herzkatheter oftmals ebenbürtig ist. „In Deutschland werden jährlich rund 700.000 Eingriffe mit dem Herzkatheter durchgeführt, die meisten nur zur diagnostischen Zwecken. Unsere Studien haben gezeigt, dass wir auf den CT-Bildern behandlungswürdige Gefäßverengungen mit der gleichen Genauigkeit erkennen können wie mithilfe des Herzkatheters – einem nicht risikofreien, invasiven Eingriff“, erklärte der Experte aus der Charité. Auch die Patientenzufriedenheit erhöht sich nach Auskunft des Preisträgers: „Wir befragten Patienten, die sich sowohl einer Katheterisierung als auch einer CT-Untersuchung unterzogen hatten. Drei viertel bevorzugen demnach die schmerzfreie CT-Diagnostik.“

Dr. Dewey sieht den Preis als Ansporn für weitere Forschungen: „Ein großes Zukunftsfeld ist die Herzdiagnostik mithilfe von MRT. Hier sind noch viele medizinische und technische Möglichkeiten zu entdecken und zu entwickeln.“

Aus der Industrieausstellung

Carestream Health: Als Neuheit kündigte der Anbieter eine flexible DR-Suite an, mit voller Kompatibilität zum kabellosen DRX-1. Das DRX-Evolution System vereint den ersten kassettengroßen kabellosen DR-Detektor – ab Juni in Deutschland verfügbar – mit der Funktionalität des Kodak DirectView DR 7500-Systems. Diese Kombination ermöglicht einen modularen Übergang zu einem Röntgenraum mit einem oder zwei Detektoren. Eine weitere Verbesserung des Workflows bietet die SuperPACS-Architektur. Damit ist die standortübergreifende und herstellerunabhängige Kommunikation und Befundung möglich: PACS-Lösungen verschiedener Hersteller können miteinander synchronisiert, die vorhandene Infrastruktur kann über mehrere Standorte genutzt werden. Anwender haben Zugriff auf eine umfassende Arbeitsliste, unabhängig davon, wo im Netzwerk sich der Standort oder die Daten befinden. Die Architektur wird ab Jahresmitte verfügbar sein. – „Um Patientenkomfort, Produktivität und diagnostische Genauigkeit“, so Todd Minnigh, Worldwide Director of Marketing, Digital X-Ray in Berlin, „dreht sich die Produktentwicklung auf diesem Gebiet“. Die Einflussfaktoren, die in der Radiologie prägend wirken, sind in allen entwickelten Ländern dieselben; Modalitäten und IT-Lösungen müssen den Ärzten erlauben, ihre Aufgaben rund um die Patientenbehandlung rascher und effizienter zu verrichten.“

Eizo: Seine hochpräzisen Monitore für die Befundung und Betrachtung präsentierte der japanische Hersteller, darunter jüngste Produktentwicklungen. Highlights waren das 56“-Bildsystem LX560W für OP-Räume und der 3-Megapixel-Farbmonitor RX320 für die Befundung. Der LX560W stellt mit acht Megapixeln sowohl farbige als auch monochrome Aufnahmen in fast beliebiger Anordnung und Größe dar. Durch die Flexibilität in der Anordnung der Bilder und bei den Bildgrößen gewinnt der operierende Arzt eine optimale Bildgebung. Die Bildwiedergabe mit einer nativen Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln eignet sich bestens für die Anwendung im vaskulären Einsatzfeld. Herzstück dieses Monitors ist sein digitales Video-Verteilersystem LMM 56800: Es sammelt Eingangssignale von bis zu 27 unterschiedlichen Videoquellen, arrangiert diese Informationen je nach Aufgabenstellung und überträgt das zusammengestellte Bild auf den Schirm.

Fujifilm: Als Highlight im Bereich Gesundheitsvorsorge für Frauen präsentiert Fujifilm mit Amulet sein erstes digitales DR-System für die Mammographie. Aufgebaut aus zwei Schichten amorphen Selens (a-Se), DR-Detektor-Technologie und einer innovativen direkten Konvertierungsmethode bietet das System eine hohe Bildqualität, während zeitgleich die Dosis verringert und die Effizienz der Arbeitsabläufe verbessert werden können. Mit 50μm in der Direkt-Konvertierung bietet dieses System für Mammo-DR die weltweit kleinste Auflösung (Stand 12/2008), was sowohl zu einer hohen Bildschärfe als auch zu verringertem Rauschen führt. – Die Synapse Breast Imaging Diagnostic Workstation (BIDW) wurde speziell als Ergänzung für DR und CR für Mammographie-Produkte von Fujifilm entwickelt und bietet verbesserte Workstation-Möglichkeiten für Einrichtungen, die PACS-Lösungen anderer Hersteller benutzen. Mit der vollständigen Funktionalität von Synapse PACS versehen, wurde diese neue Arbeitsstation dazu entwickelt, ein vorhandenes System zu ergänzen; hiermit reagiert das Unternehmen auf die Nachfrage nach klinischen und betrieblich effizienten Systemen und ermöglicht neue Mammographieverfahren.

NEC: Am Stand seines Vertriebspartners BW Plus stellte das Unternehmen die aktuellen Displays für den Medizinbereich vor. Schwerpunkte waren die Farbdisplays NEC MD304MC und NEC MD212MC sowie das neue Graustufen-Display NEC MD213MG, das in Berlin erstmalig präsentiert wurde. Die Befundbildschirme nach DIN V-6868-57 garantieren eine exakte Darstellung und präzise Bildwiedergabe sowie das Anzeigen selbst feinster Details.

Philips: Ein Forscher-Team aus dem Unternehmen stellte erstmals die neuesten Entwicklungsfortschritte auf dem Gebiet des nicht-invasiven therapeutisch angewandten Ultraschalls vor. Die kombinierte Methode aus MRT und fokussiertem Ultraschall wird auch „Magnetic Resonance imaging-guided High Intensity Focused Ultrasound“, kurz MR-HIFU genannt. Das Besondere an dieser nicht-invasiven Operationsmethode: Sie kommt ohne Verletzungen der Haut aus, wirkt ausschließlich im Körperinneren, und in der Regel können die Patienten am Folgetag bereits wieder ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen.

Die HIFU-Einheit ist in die Tischplatte eines Magnetresonanz-Tomographen integriert. Durch eine spezielle Anordnung der Ultraschall-Quellen durchdringt der Schall die Haut des Patienten, ohne sie zu beschädigen; erst in der Tiefe entwickelt er durch seine Bündelung die Wirkung. Dort erwärmt sich das Gewebe im Zielgebiet bis auf 70 Grad und stirbt ab. Die ständige Echtzeit-Bildkontrolle mittels Magnetresonanztomographie bietet dem Behandler dabei eine wichtige Kontrolle über den Therapieverlauf und ihren Erfolg. Für den Patienten ist die ca. zwei Stunden dauernde Prozedur vollkommen schmerzfrei.

Bisher wurde von Philips Healthcare ein MR-HIFU Gerät zur Behandlung von Uterusmyomen entwickelt. Dieses befindet sich derzeitig in der klinischen Erprobung. „Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend“, berichtete Thomas Andreae, Direktor MR Marketing Emerging Systems & Therapy für Philips Healthcare. „Die HIFU-Therapie ist für die Patientinnen viel weniger belastend und deutlich risikoärmer als die heute bei Uterusmyomen übliche Kleinst-Operation oder eine Entfernung der Gebärmutter als Ganzes.“

Jetzt gilt es, das Anwendungsspektrum auf andere Krankheitsbilder zu erweitern. Es zeichnet sich bereits ab, dass künftig auch komplexere Eingriffe denkbar sind, z. B. das Behandeln bösartiger Tumore wie Mamma- oder Prostata-Karzinome. Die Philips-Forschung hat in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Chrit Moonen, Universität Bordeaux, für dieses wichtige klinische Einsatzgebiet bereits weiterführende und vielversprechende Technologien entwickelt. Zum einen kann mit diesen Lösungen eine absolut homogene Temperaturverteilung erreicht werden, die für das vollständige Abtöten von Tumorgewebe zwingend nötig ist, und zum anderen muss die HIFU-Einheit die Fähigkeit besitzen, auch große Areale zu erreichen.

Siemens: Mit der neuen Applikation Syngo iFlow lässt sich erstmals, so Unternehmenssprecher, eine komplette digitale Subtraktionsangiographie (DSA) in einem einzigen Farbbild darstellen. Um zu visualisieren, wie sich Kontrastmittel innerhalb der Gefäße ausbreitet, konnte bisher mit Hilfe mehrerer Röntgenbilder lediglich eine Schwarz-Weiß-Filmsequenz erzeugt werden. Nun zeigen die unterschiedlichen Farben in dem Syngo-iFlow-Bild an, in welchen Gefäßen das Kontrastmittel zuerst ankommt und wo zuletzt.

Die Applikation verbessert beispielsweise die prä- und postprozedurale Bildgebung bei Patienten, die wegen einer Stenose am Bein behandelt werden: Hier sind vor dem Eingriff Flussabweichungen des Blutes in die Kollateralgefäße leichter festzustellen, da die Anomalie dem Arzt dank der speziellen Farbe schneller auffällt. Nach dem Eingriff wird der Erfolg einer Ballondilatation oder Stent-Implantation sofort sichtbar, da entsprechende Farben den verbesserten Fluss des Kontrastmittels, und damit auch des Blutes, anzeigen.

Der Röntgenkongress 2010 ist für 12. bis 15. Mai angekündigt.


Strategische Allianz

Juni 2, 2009

Bekanntgabe der Zusammenarbeit Ende Mai: Fujifilm entwickelt und produziert biomolekulare Systeme in der Bildgebung für GE Healthcare. Die Produkte werden unter GE-Branding weltweit insbesondere in den Märkten Life Sciences und Drug Discovery vertrieben.