Neues Vorstandsteam

April 30, 2009
Winfried Post, Agfa HealthCare

Winfried Post, Agfa HealthCare

Im April wurde Dr. Volker Wetekam, Executive Vice President IT-Division, Agfa-Gevaert N.V., Mortsel/Belgien, zum Vorstandsvorsitzenden der Agfa HealthCare AG, Trier, berufen. Er arbeitet seit dem September 2008 im Unternehmen und verantwortet weltweit das IT-Geschäft des Anbieters im Gesundheitssektor. Zu weiteren Vorständen der AG wurden Winfried Post (General Manager Agfa HealthCare D-A-CH) und Albrecht Müller (Geschäftsführer Agfa HealthCare GmbH) ernannt.


„Bis 30 Prozent Sachkostenersparnis in Krankenhäusern“

April 14, 2009

Erster Workshop des ISiGO-Kompetenznetzwerks am 12. Mai in Berlin

Der Obama-Slogan „Yes We Can“ war schon vor den US-Präsidentschaftswahlen Leitspruch des auf Sachkosteneinsparung in Krankenhäusern zielenden Firmen-Kompetenznetzwerks ISiGO. Wie es dem in Berlin ansässigen Firmenverbund gelingt, in 13 Sachkostenbereichen von A wie Apotheke über I wie IT bis V wie Verwaltung Ersparnisse von dauerhaft bis zu 30 Prozent, verbunden mit sichtbarer Qualitätsverbesserung (!) zu erzielen, ist Gegenstand eines kostenfreien Workshops am 12. Mai 2009 in Berlin. Krankenhausmanager, Verwaltungsleiter und Vertreter von Trägereinrichtungen mittelgroßer Häuser erhalten Einblick in die oft erstaunliche Praxis des innovativen Sparmanagements im Gesundheits- und Organisationswesen.

Die bereits in die Krankenhauspraxis überführten Thesen, mit denen Netzwerkmanager Helmut Unützer aufwartet, klingen durchaus spektakulär. So gibt es in ersten Krankenhäusern kein Food & Beverage-Lager mehr, erhalten Patienten Buffet- statt Bestellverpflegung, sinken gleichzeitig die Verpflegungssätze pro Patient und Tag auf 3,90 €. Weitere Themen des Workshops, die von den rund 20 ISiGO-Verbundpartnern vorgestellt werden: „Haustechnik all inclusive: Energie optimal – wie geht das?“, „Im Krankenhaus nicht an IT sparen, sondern mit IT sparen“, „Das gewinnbringende Labor“ und „Chirurgische Instrumente als Investment“.

Termin: Dienstag, 12.5.09, 9.30 bis 15.30 Uhr
Veranstaltungsort: Konferenzraum des Netzwerks ISiGO,
Ollenhauerstraße 15-16, 13403 Berlin
(Nähe Flughafen Tegel, U 6 bis Kurt-Schumacher-Platz)

Anmeldungen (bis 5. 5.): formlos unter Tel. +49 (0) 30 26309950
oder Mail: info@isigo.de


Trends und Themen der Healthcare-IT

April 14, 2009
conhIT - der deutsche Branchentreff für Healthcare-IT

conhIT - der deutsche Branchentreff für Healthcare-IT

conhIT – Berlin, 21.-23. April

Der deutsche Branchentreff für Healthcare-IT (www.conhit.de) legt trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zu: Bereits fünf Wochen vor dem Start der conhIT war die Ausstellerzahl des Vorjahres überschritten worden. Zu den Ausstellern der Industrie-Messe gehören die großen Player der Branche sowie zahlreiche Mittelständler, die zeigen, wie der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik die medizinische Versorgung ganz konkret verbessern kann. In der„messefreien Zeit“ am Vormittag können sich Aussteller und Besucher im Kongress oder in den vertiefenden Seminaren der Akademie fortbilden.

Ambulant-stationäre Vernetzung, digitale Bildgebung und Prozessoptimierung in ambulanten und stationären medizinischen Einrichtungen: Das sind nur einige der Themen, über die sich Besucher auf der diesjährigen conhIT informieren können. Wie im Vorjahr präsentieren die Aussteller eine breite Palette an Neuheiten und Weiterentwicklungen. Auch wenn die Gesundheitsbranche von der Finanzkrise nicht in dem Maße betroffen ist wie andere Branchen: der ökonomische Druck auf die medizinischen Einrichtungen nimmt vorläufig nicht ab. Kein Wunder also, dass zahlreiche Aussteller Lösungen zur Prozessoptimierung und zum Controlling anbieten, die Kliniken und ambulanten medizinischen Einrichtungen helfen können, bei bestmöglicher Patientenversorgung optimal zu wirtschaften. Im ambulanten Bereich haben unter anderem Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Ärztenetze einen hohen Bedarf an effizienten Strukturen und transparenten Prozessen. Dem tragen die Gesundheits-IT-Hersteller zunehmend Rechnung. In Ärztenetzen kann eine Optimierung der Patientenversorgung oft schon dadurch erreicht werden, dass relevante Patientendaten jederzeit zur Verfügung stehen. Das gewährleisten so genannte Netzakten, die Ärzten den sicheren Zugriff auf von Kollegen eingestellte Patientendaten ermöglichen. Entsprechende Lösungen werden auf der Industrie-Messe vorgestellt.

Digitale Diagnose
Dass Gesundheits-IT mehr ist als Prozessoptimierung und Bereitstellung von Patientendaten, zeigen auf der conhIT die zahlreichen Hersteller von Lösungen für die klinische Diagnostik. Zwar sind digitale RIS- und PACS-Lösungen in vielen Einrichtungen längst zum Standard geworden. Trotzdem geht die Entwicklung weiter, etwa in Richtung zunehmend mobiler Lösungen sowie einer immer tieferen Integration zwischen digitaler Bildgebung und medizintechnischen Lösungen anderer Art.

Auch Anbieter digitaler Sprachlösungen zeigen, wie man der Bürokratie Herr werden kann. Denn Kliniken, die bei der Erstellung von Dokumenten auf digitales Diktat und Spracherkennung setzen, beschleunigen nicht nur die Erstellung von Arztbriefen und Befunden; sie entlasten auch die Ärzte, erhöhen die Patientensicherheit und unterstützen die einrichtungsübergreifende Vernetzung. Dauerte es in der Vergangenheit oft mehrere Tage, bis ein Arztbrief oder ein Befund tatsächlich zur Verfügung stand, kann das durch IT-Einsatz dramatisch beschleunigt werden.

Kongress, Akademie und Messe
Die conhIT bietet vormittags fokussierte Weiterbildungsangebote zu branchenspezifischen, praxisrelevanten Themen. Aussteller und Besucher können aus insgesamt 15 Sessions des Kongresses und sechs interaktiven Seminaren der conhIT-Akademie auswählen und sich ein Programm nach den eigenen Interessen zusammenstellen. Ärzte und berufliche Pflegende erhalten für die Teilnahme am zertifizierten conhIT-Programm auch in diesem Jahr Fortbildungspunkte. Nachmittags öffnet die Industrie-Messe mit einem umfassenden Überblick des Produkt- und Dienstleistungsangebotes von Healthcare-IT. Dem immer wichtigeren Networking wird breiter Raum eingeräumt, z.B. mit ganztägig geöffneten Networking-Bereichen.

Die zeitliche Aufteilung der Elemente soll auch den aktiven Austausch zwischen Herstellern, Anwendern und den maßgeblichen Innovationstreibern im Markt fördern – ein Anspruch der Branche, der sich im Grußwort der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt wiederfindet. Sie hat erstmalig die Schirmherrschaft der conhIT übernommen.

Highlights im Überblick
Dienstag, 21. April
- 09.00 – ca. 10.30 Uhr: Eröffnungsveranstaltung mit Keynotes von Neil Jordan, Microsoft, und Dr. Doris Pfeiffer, GKV-Spitzenverband
- ab 19.00 Uhr conhIT-Party für Fachbesucher und Aussteller im Messeeingang Süd
Mittwoch, 22. April


Neuer Präsident und CEO – GE Healthcare Deutschland

April 7, 2009
Dr. Rolf Lucas, Präsident und CEO GE Healthcare Deutschland

Dr. Rolf Lucas, Präsident und CEO GE Healthcare Deutschland

GE Healthcare – der Geschäftsbereich Gesundheitswesen der General Electric Company mit 17 Milliarden US-$ Umsatz – hat am 6. April die Ernennung von Dr.  Rolf Lucas zum neuen Präsidenten und CEO von GE Healthcare Deutschland bekannt gegeben.

Dr. Lucas wird im Geschäftsbereich eine führende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien einnehmen, um die Marktposition auszubauen und das Wachstumspotenzial des Unternehmens voll auszuschöpfen.

Reinaldo Garcia, Präsident und CEO für GE Healthcare in der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten & Afrika), betonte: „Deutschland ist einer der strategischen Schlüsselmärkte für GE Healthcare mit starken Wachstumsmöglichkeiten in den kommenden Jahren. Aufgrund seiner jahrelangen Erfahrungen im Gesundheitswesen und seiner Führungsqualitäten wird Dr. Rolf Lucas das von uns in Deutschland gelegte Fundament ausbauen.“

Dr. Lucas kommentierte seine Ernennung: „Für GE Healthcare ist Deutschland ein bedeutender Wachstumsmarkt, deshalb müssen wir unsere langfristige Strategie in diesem Markt fortsetzen. Unser Ziel ist es, Wachstum durch innovative diagnostische Bildgebungs- und Informationstechnologien zu erreichen, die zu einem effizienteren, kosteneffektiveren und qualitativ höherwertigen Gesundheitssystem in Deutschland beitragen. GE Healthcare kann umfassende Lösungen von der medizinischen Bildgebung über Life Sciences bis zur medizinischen Diagnostik liefern. Indem wir unseren Kunden und dem Gesundheitswesen helfen, Erkrankungen früher zu entdecken und zu behandeln, hoffen wir, die Patientenversorgung in Deutschland verändern zu können.“

Dr. Lucas leitete zuvor das familieneigene Unternehmen für medizintechnische Geräte und war mit unterschiedlichen Führungspositionen bei großen Konzernen wie Philips und Picker betraut.  Darüber hinaus war er COO am Universitätsklinikum Mainz. Zuletzt war Lucas Geschäftsführer der Asklepios International GmbH.

Er studierte in Münster und St. Gallen in der Schweiz und schloss das Studium mit einem Doktor in Betriebswirtschaft ab. Darüber hinaus erhielt er am Institute of Technology, Florida, USA, einen MBA.


Neue Verfahren und Methoden der Bildverarbeitung für die Medizin

April 2, 2009
Die Macher des BVM 2009

Die Macher des BVM 2009

Workshop dient dem Erfahrungsaustausch und präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse

Von Ralf Buchholz und Michael Reiter

Im Jahr 1993 trafen sich auf Initiative von Prof. Thomas Tolxdorff in Freiburg Medizininformatiker, Naturwissenschaftler und Mediziner, um sich über Fragen und Projekte rund um die Bildverarbeitung in der Medizin auszutauschen. Das Interesse bei den Teilnehmern war groß und man stellte schnell fest, dass an verschiedenen Stellen vielversprechende Forschungen zum Thema angestoßen worden waren. Also musste ein Forum her, in dem sich die Gemeinschaft austauschen kann. So war die Idee zum Workshop „Bildverarbeitung für die Medizin“ (BVM) geboren. Der Berliner Medizininformatiker fand in Prof. Hans-Peter Meinzer aus Heidelberg, Prof. Thomas Martin Deserno aus Aachen und Prof. Heinz Handels aus Hamburg drei Mitstreiter für die Organisation der jährlich stattfindenden Veranstaltung.

Zur 17. Auflage kamen jetzt mehr als 230 Teilnehmer im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg zusammen. Neben dem Erfahrungsaustausch unter und zwischen Entwicklern und Anwendern von Bildverarbeitungssoftware stand wieder die Weiterbildung im Fokus. „Wir möchten allen Akteuren auch die Denk- und Sichtweisen der jeweils anderen vermitteln. Daher haben wir z.B. bewusst zwei verschiedenartige Tutorials angeboten. Das eine beschäftigte sich mit der Frage, wie Radiologen sehen, im anderen wurde das Medical Imaging Interaction Toolkit (MITK, www.mitk.org) vorgestellt, eine freie Softwarebibliothek zur Vereinfachung der Entwicklung interaktiver medizinischer Bildverarbeitungsprogramme“, beschreibt Dr. Uwe Engelmann, Senior Research Scientist in der Abt. Medizinische und Biologische Informatik am DKFZ, einen wichtigen Aspekt des viertägigen Workshops.

Im Programm wurden alle Aspekte der Bildverarbeitungsprozesse aufgegriffen. Beginnend mit der Diagnoseunterstützung und Therapieplanung gewinnt der Aspekt der Therapieunterstützung immer mehr Gewicht, wie Mitorganisator Dr. Ingmar Wegner sagt: „Assistenzsysteme zur intraoperativen Navigation können Eingriffe deutlich vereinfachen und beschleunigen. Hier geht es jedoch ausschließlich um eine Unterstützung bei der Entscheidungsfindung. Letztlich hat der Chirurg oder Orthopäde während der Intervention das letzte Wort, abhängig von der individuellen Situation.“ Den Initiatoren und Veranstaltern des BVM geht es nicht zuletzt um die Förderung des Miteinanders von Medizin und Informatik.

OP-Navigation bei Weichgewebeeingriffen

Dass das konkrete Auswirkungen in der Praxis hat, zeigt exemplarisch die Arbeit von Dr. Matthias Baumhauer, für die ihm das Programmkomitee in diesem Jahr den BVM Award für herausragende Abschlussarbeiten verliehen hat. Er beschäftigt sich mit der Kompensation der Organverschieblichkeit bei der laparoskopischen Chirurgie in Echtzeit.

Das Problem: Computergestützte Informations- und Navigationssysteme sind heute lediglich für Eingriffe an starren Organen kommerziell verfügbar. Bei Eingriffen an Organen, die sich durch Atmung oder Herzschlag des Patienten verschieben, sind sie nur sehr eingeschränkt praktikabel.

Die Lösung: Durch den Einsatz vollautomatisierter Methoden zur Verarbeitung gewonnener Bilddaten und einer Echtzeitverarbeitung der endoskopischen Videobilder wird das Endoskop stets mit der aktuellen Patientenanatomie registriert (in Übereinstimmung gebracht). So können während der Operation verdeckte anatomische Strukturen mit dem Live-Videobild des Endoskops überlagert und so dem Operateur sichtbar gemacht werden. Diese Unterstützung kann beispielsweise bei kritischen Präparationsphasen der Tumorchirurgie eingesetzt werden, um die Lage eines Tumors im Organinneren und umliegende Risikostrukturen beurteilen zu können. Da auf externe Trackingsysteme verzichtet wird, ist eine schnelle und sichere Handhabung im OP gewährleistet.

Das Ergebnis: Auf Basis dieses Verfahrens ist ein prototypisches Navigationssystem entwickelt worden, das derzeit an 50 Patienten zum Einsatz in der computerassistierten Behandlung von Prostatakarzinomen klinisch evaluiert wird. Das System ermöglicht eine neue Qualität der operativen Therapie, da vorab die genaue anatomische Lage von Tumor und umliegenden Risikostrukturen bekannt ist. Interventionen werden dadurch kürzer, sicherer und schonender für den Patienten, Krankenhäuser können mehr Patienten in derselben Zeit behandeln.

BVM 2010

Im nächsten Jahr findet der Workshop „Bildverarbeitung für die Medizin“ vom 14. bis 16. März im Universitätsklinikum der RWTH Aachen statt.

Weitere Informationen im Internet unter http://www.bvm-workshop.org.