ECR – “Summit of Science”

Prof. Dr. Borut Marincek, Kongresspräsident ECR 2009 (Foto: MR)

Prof. Dr. Borut Marincek, Kongresspräsident ECR 2009 (Foto: MR)

„Fortschritte in der Bildgebungstechnologie haben unsere Disziplin in den vergangenen Jahren revolutioniert“, fasste Prof. Dr. Borut Marincek in Wien zusammen. „Heute integriert die Radiologie zugleich Naturwissenschaften und Technik, was Radiologen ein solides Verständnis für beide Bereiche abfordert.“

 

Der erste ECR-Kongresspräsident aus der Schweiz, und Direktor des Instituts für Diagnostische Radiologie am Universitätsklinikum Zürich, erläuterte, wie die Struktur des kürzlichen Kongresses diesen zweigleisigen Ansatz widerspiegelte. Neben praktischen Workshops zur Steigerung der Kompetenz im Klinikalltag dienten Veranstaltungselemente wie die “New Horizon Sessions” dazu, neu entstehende wissenschaftliche Trends aufzuzeigen. Zu ihnen zählt die Bildgebung auf zellulärer Ebene, die eine Diagnose von Arteriosklerosefällen ermöglichen wird. „Als ich Assistenzarzt war, dienten Fleckschatten auf Röntgenbildern als Grundlage für Diagnosen; heute können wir Läsionen beurteilen, und beginnen, die Basis für ein Verständnis der Vorgänge auf Zellebene zu schaffen“, beschrieb Prof. Marincek.

Für den Radiologen bringt die Arbeit mit Zell- und Molekularbildgebung ein Überschreiten der Grenzen konventioneller Anatomie und eine Hinbewegung zur Funktionsbildgebung mit sich. Diese Trends werden sich, so der Kongresspräsident, auch im Therapiebereich auswirken: Neue diagnostische Methoden werden durch verbesserte Informationen helfen, das Targeting von Therapien zu optimieren.

Mit hohen Teilnehmer- und Ausstellerzahlen zeigte sich der ECR von der gegenwärtigen Krise unbeeindruckt. Christian J. Herold, Prof. Christian J. Herold, Vorstand der Universitätsklinik für Radiodiagnostik, AKH Wien, ist der Präsident des nächsten ECR.

Die April-Ausgabe von Management & Krankenhaus (www.management-krankenhaus.de) bringt Highlights von der Industrieausstellung des ECR.

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