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	<title>Kommentare zu: Lust und Frust</title>
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		<title>Von: aboensch</title>
		<link>http://blog.management-krankenhaus.de/2008/10/24/lust-und-frust/#comment-12</link>
		<dc:creator>aboensch</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 11:41:59 +0000</pubDate>
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		<description>Sie haben die handelnden Akteure im Gesundheitswesen sehr pointiert daregstellt. Als Arzt, Krankenpfleger und Krankenhausökonom bin ich gerade an verschiedenen Brennpunkten (Krankenhaus, Praxis, MDK) tätig und immer mit Partikularinteressen konfrontiert. Das DRG-System an sich ist ein gutes System dahingehend, dass es den Beginn von Transparenz im Krankenhaus markiert, einen Anstoss zur Überarbeitung tradierter Prozesse und zur Differenzierung der Diagnostik und Therapie von Patientenströmen gibt. Jedoch ist das System, nicht zuletzt unter dem Kostensenkungsdruck meiner Meinung nach und der Meinung von Prof. Roeder, noch nicht hinreichend differenziert. Insbesondere in der Hochleistungsmedizin, der Pädiatrie oder auch in der Behandlung geriatrischer Patienten ist die Finanzierung noch lückenhaft, die Kalkulation noch zu wenig fundiert. Im Rahmen einer weiteren Entwicklung müssen noch mehr Krankenhäuser in die Kalkulation, aber insbesondere noch mehr Krankenhäuser als bisher ihr alltägliches Tun hinterfragen. Nur für diejenigen, die Casemanagement und Riskmanagement auf der Fall-, der Beziehungs- und der Systemebene leben, die in eine Multiprofessionalisierung ihrer Mitarbeiter investieren und die sich mit anderen Akteuren (Sozialstationen, Niedergelassenen Ärzten und anderen Therapeuten) vernetzen, gibt es in diesem System eine realistische Zukunft. Gleichzeitig sind im Rahmen der Pharmaindustrie und der Medizintechnologie die sog. Inmnovationen kritisch zu hinterfragen. Die flächendeckende Einführung einer elektronische Patientenakte, einer Standardisierung der KIS-Systeme, sowie deren bessere Handhabbarkeit wären wirkliche Innovationen, die sich positiv auf die tägliche Arbeit auswirken können. Der jetzige Alltag sind vielfältige Schnittstellenprobleme mit teuren Insellösungen, überforderten Anwendern und einer frustrierten IT-Abteilung. Hier sollte man ebenso ansetzen, wie bei der Mündigkeit des Patienten, für den Prävention eigentlich eine SElbverständlichkeit sein sollte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sie haben die handelnden Akteure im Gesundheitswesen sehr pointiert daregstellt. Als Arzt, Krankenpfleger und Krankenhausökonom bin ich gerade an verschiedenen Brennpunkten (Krankenhaus, Praxis, MDK) tätig und immer mit Partikularinteressen konfrontiert. Das DRG-System an sich ist ein gutes System dahingehend, dass es den Beginn von Transparenz im Krankenhaus markiert, einen Anstoss zur Überarbeitung tradierter Prozesse und zur Differenzierung der Diagnostik und Therapie von Patientenströmen gibt. Jedoch ist das System, nicht zuletzt unter dem Kostensenkungsdruck meiner Meinung nach und der Meinung von Prof. Roeder, noch nicht hinreichend differenziert. Insbesondere in der Hochleistungsmedizin, der Pädiatrie oder auch in der Behandlung geriatrischer Patienten ist die Finanzierung noch lückenhaft, die Kalkulation noch zu wenig fundiert. Im Rahmen einer weiteren Entwicklung müssen noch mehr Krankenhäuser in die Kalkulation, aber insbesondere noch mehr Krankenhäuser als bisher ihr alltägliches Tun hinterfragen. Nur für diejenigen, die Casemanagement und Riskmanagement auf der Fall-, der Beziehungs- und der Systemebene leben, die in eine Multiprofessionalisierung ihrer Mitarbeiter investieren und die sich mit anderen Akteuren (Sozialstationen, Niedergelassenen Ärzten und anderen Therapeuten) vernetzen, gibt es in diesem System eine realistische Zukunft. Gleichzeitig sind im Rahmen der Pharmaindustrie und der Medizintechnologie die sog. Inmnovationen kritisch zu hinterfragen. Die flächendeckende Einführung einer elektronische Patientenakte, einer Standardisierung der KIS-Systeme, sowie deren bessere Handhabbarkeit wären wirkliche Innovationen, die sich positiv auf die tägliche Arbeit auswirken können. Der jetzige Alltag sind vielfältige Schnittstellenprobleme mit teuren Insellösungen, überforderten Anwendern und einer frustrierten IT-Abteilung. Hier sollte man ebenso ansetzen, wie bei der Mündigkeit des Patienten, für den Prävention eigentlich eine SElbverständlichkeit sein sollte.</p>
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